Ehrennadel der Stadt Verl

Ehrennadel der Stadt Verl.

Am 30.06.2022 habe ich für meine Arbeit in der Flüchtlingshilfe die Ehrennadel der Stadt Verl erhalten. Nachfolgend meine Dankesrede:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Herr Esken,
verehrte Ratsmitglieder, liebe Gäste hier im Rathaussaal.

Vielen Dank Herr Bürgermeister für die liebevollen lobenden Worte, die Sie gesagt haben, Danke, darf ich auch sagen im Namen von Margret Lütkebohle und Josef Freisen.

Als ich im Winter vergangenen Jahres den Brief mit dem Logo der Stadt Verl sah, habe ich als erstes gedacht: Mist, wo haben sie dich denn dieses Mal wieder erwischt. Zu schnell gefahren, falsch geparkt?

Als ich dann das mit der Ehrennadel las, war ich ganz platt. Das war etwas, was ich mir nie gewünscht habe, aber dennoch habe ich mich sehr gefreut.
Aber wenn ich mir diese Nadel jetzt anschaue, bin ich zwar sehr dankbar, aber so ganz sind meine Erwartungen doch nicht erfüllt.
Habe ich mir zu diesem Termin heute doch viele Gedanken gemacht und extra diesen Seitenschneider mitgebracht, um diese Nadel aufzuteilen für die vielen Menschen, die geholfen haben, das zu tun, wofür ich hier heute geehrt werde. Dafür ist sie deutlich zu klein.

Begonnen hat das Ganze, wohl 2015, auf dem Wideiweg.
Viele Flüchtlinge waren dort in der Schule untergebracht.
Und dann, abends von der Pausheide nach Sürenheide auf dem Wideiweg: Nacht, alles dunkel, schwarzer Mann, schwarze Kleidung, schwarzes Fahrrad – und kein Licht.
Da haben wir mit der Kolpingfamilie einen Reparatursamstag an der Schule geplant. Viele Mithelfer waren da. Fahrrad Dieter Krax war auch da, unentgeltlich.
Und dann ging es weiter: Unmengen an Fahrrädern wurden gesucht, weil die Flüchtlinge mehrheitlich außerhalb des Ortes untergebracht waren.
Herrn Arthurs Telefonnummer hatte sich schnell rumgesprochen. Und durch Aufrufe in Zeitungen und im Pfarrblatt, konnte ich in kurzer Zeit mehr als 500 Fahrräder, zunächst durch Krax teilweise repariert, an die Flüchtlinge weitergeben. Und so kannte jeder Arthur.
Wenn weitere Hilfe erforderlich war, bekam ich oft auch Kontakt über Mustafa Haroglu und Barbara Menne.
Sehr vielen Anfragen konnte ich helfen, weil mein Bischof in Paderborn mir nahezu unbegrenzt Geld für die Flüchtlingshilfe gegeben hat und noch gibt.
Da kommt sicher auch meine Motivation ins Spiel. Wir alle, die wir mindestens das Fundament eines christlichen Glaubens erhalten haben, wissen, dass das Gebot der Nächstenliebe an oberster Stelle steht. Das versuche ich zu leben.
 
Nach den Fahrrädern kamen die Fernseher – mit viel Hilfe von Pollmeier und Heiner Stroth konnten wir wahrscheinlich nahezu allen helfen.
Und nach den Fernsehern kamen die ersten Wohnungen.  Möbel wurden gebraucht, hier war die AWO mit Rudi Raeder an vorderster Front mit dabei und das bis heute.

Und die Probleme, und Hilfsnachfragen in den Familien ließen nicht nach. Es ging um Jobsuche, um Schulbesuch, Sprachkurse und „Bürokratie in Höchstform“.

Da kamen die Patenfamilien, die ich finden konnte, ins Spiel, die mit viel zeitlichem Einsatz die meisten Probleme lösen konnten, und bis heute erste Ansprechpartner von vielen Familien sind.
Von ihnen waren nicht nur große bürokratischen Hürden zu überwinden, sondern oft gab es auch medizinische Probleme, die die geflüchteten Gäste allein nicht bewältigen konnten. Und viele Fahrten zwischen Verl – Gütersloh – Bielefeld und Münster waren angesagt, im Regelfall auf eigene Kosten und das von allen gerne.

Natürlich war das für alle Beteiligten oft ein ziemlicher Zeitaufwand, aber alle haben mir bestätigt, dass der Dank der Flüchtlinge und die oft strahlenden Kinderaugen meistens eine reichliche Entschädigung waren.

Viele Flüchtlinge, auch wenn ich sie heute nach längerer Zeit treffe, sagen zu mir Papa oder Daddy und erzählen mir stolz von ihrer Familie, ihrem Arbeitsplatz und ihrem Dank an Deutschland und Verl für alle Hilfe.

Und wenn ich bei einer Flüchtlingsfamilie klingele und ein Kind macht die Tür auf und ruft ganz laut erfreut: Mama, Mama, Opa ist da!
Wissen Sie, dann ist die Ehrennadel eine nette Zugabe.

Ganz herzlichen Dank an die vielen Menschen, die an meiner Seite den Flüchtlingen eine gute und liebevolle Willkommenskultur gezeigt haben, auch wenn sie auch nicht arabisch, nicht Farsi oder Paschtu sprechen konnten. Ich auch nicht. Oft zählt allein die Mimik und die offenen Hände.

Auch ganz herzlichen Dank an Barbara Menne, Mustafa und andere Mitarbeiter der Stadt Verl, für die Unterstützung, die sehr oft mehr war, als man unbedingt tun musste und im Regelfall unproblematisch und unbürokratisch.
Ähnliches kann ich auch über die VHS und das Jobcenter sagen.

Ganz lieben Dank an meine Familie, die sich oft mehrmals täglich an Besuch aus
-zig Staaten dieser Erde gewöhnen musste und mich in jeder Hinsicht unterstützt hat, auch wenn an manchen Tagen das Telefon nicht stillstand, nicht vor 23 Uhr jedenfalls.

Darum, die nächste Verdienstnadel bitte deutlich größer, denn viele, sehr viele haben diese in Verl verdient.

Und diesen Ausführungen schließen sich auch Margret Lütkebohle und Josef Freise an. Natürlich muss man manchmal die Initiative ergreifen, aber sehr schnell finden sich Helferinnen und Helfer, die oft scheinbar auf die Ansprache warten und mit viel Engagement einsteigen. Nur gemeinsam kann man diesen großen Nachfragen nach Hilfe ansatzweise gerecht werden. Das ehrenamtliche Engagement in Verl findet sich in jedem Viertel und jedem Straßenzug und jedem Verein unserer Gemeinde und das tut gut und nur so geht’s.

Und schön ist es, wenn man nach einigen Monaten oder auch Jahren, diese ehemaligen Flüchtlinge oder Familien wieder trifft, man kennt nur das Gesicht, aber meistens mit einem Strahlen vor Freude. Immer wieder bin ich sehr erstaunt, wie gut sie in Verl, bzw. Deutschland angekommen sind. Sie haben im Regelfall den größten Beitrag geleistet.  

Danke.

Osterbrief 2022

Der Himmel ist dort,
wo Menschen einander gut sind,
wo Menschen miteinander reden,
wo Menschen füreinander sorgen,
wo Hungernde Nahrung erhalten,
wo Kranke besucht werden,
wo Traurige getröstet werden,
wo Versöhnung den Streit beendet,
wo Gemeinsinn den Eigensinn ablöst,
wo Menschen miteinander teilen,
wo Gerechtigkeit regiert,
wo jeder Mensch gleich viel gilt,
wo ein Leben in Würde möglich ist.

An alle lieben Menschen, in Gedanken mit uns verbunden.

Und schon wieder ist Ostern – das Fest der Auferstehung. Und das nach 2 Jahren Corona, nach mehrfach Impfungen, nach Infektion oder positiven Testen, manche auch nach schwerer Erkrankung  – und manche haben es auch nicht überlebt. Nun stecken wir tief in der Bedrohung durch Krieg. Die Bilder treiben Tränen in die Augen und kein Ende in Sicht. Dazu kommen persönliche Erlebnisse, entweder große Freude, manchmal auch tiefe Trauer. Und dann – schon wieder ist Ostern.

In diesem Fest der Auferstehung gibt Gott uns die Zusage, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern, dass nach jedem Dunkel auch ein neues Licht kommt.
Gerade durch Corona, wissen wir oft nicht, welche Dunkelheit Euch in den letzten Monaten getroffen hat, aber auch nicht, welches Licht – als Funke oder als Flamme – Euch begegnet ist und Freude und Liebe gebracht hat.
Wir wünschen uns für die kommende Zeit mehr Begegnungen mit Euch, ob persönlich oder am Telefon. Wir wünschen uns schönere Bilder in den Nachrichten und mehr Strahlen in den Augen der Menschen. Wir wünschen uns keine weinenden Kinder und Mütter mehr. Wir wünschen uns, dass unser Beten und unser Tun Frucht bringt und die Welt, wenigstens begrenzt, ein bisschen heller und froher macht.

Der Glaube an die Auferstehung unseres Gottes, der von unseren Eltern in uns Grund gelegt wurde, gibt uns die Kraft unsern Beitrag zu leisten. Seine Hand wird uns führen das Gute zu tun. Sein Geist gibt uns die Worte der Liebe und Versöhnung.

Das wünschen wir uns und allen an diesem Osterfest in einer besonderen Zeit.

Eure
Ursel und Arthur

Ostern 2022
Ursula und Arthur Springfeld, 33415 Verl, Pausheide 9 -05246-6964 – diakon-arthur.de

Neue PGR und KV Mitglieder 2021

An alle frisch gewählten, bzw. schon seit längerem Mitglieder in den wichtigsten Gremien unserer Kirchengemeinden.

Zunächst herzlichen Glückwunsch für das Vertrauen, dass die wählenden Gemeindemitglieder in Euch (Sie) gesetzt haben.
Eigentlich müsste größte Panik unter den aktiven Mitgliedern sein, die sich an der Wahl beteiligt haben. Denn es geht um unsere Glaubensgemeinschaft, die auf der Intensivstation liegt und wo Überlegungen angestellt werden könnten, sie in ein Hospiz zu verlegen. (Sorry, ich bin Krankenpfleger).
Schön, dass auch einige sehr junge Kandidaten unter den zu wählenden waren.
Als Geschwister in Christus, bleibe ich jetzt mal beim Du.
Eigentlich ist das kein Glückwunsch hier – nein, ich wünsche mir Power, Einsatz, Vorbild, Kreativität – ok, und dann doch auch noch Glück.

Schon vor der Coronazeit spürte man, dass die Zahl der teilnehmenden Gottesdienstbesucher nicht nur weniger, sondern auch grauer, bzw. haarloser wurde.
Kinder traf man meistens nur, wenn ein spezieller Gottesdienst angesagt war und Jugendliche oft nur bei Beerdigungen und Seelenämtern. Und jetzt wird der verbleibende Rest verwaltet!?

Ich spüre jetzt schon, dass vorher engagierte Mitglieder in Gottesdiensten und Veranstaltungen  sich mit Entschuldigungen zurückziehen und so „lebensspendende“ Gottesdienste zukünftig auch entfallen.

Ihr habt Euch für diese Wahl aufstellen lassen – und das ist gut so !!
Unsere Kirche ist nicht Rom, nicht der Bischof von Paderborn, auch nicht der Pfarrer (Diakon auch nicht), sondern Kirche sind alle, alle, die auf den Namen Jesu Christi getauft wurden.
Und wir sind es, die unsern Glauben leben wollen.
Christen waren es, die schon zu Jesu Zeiten und danach, zusammenkamen, um seine Botschaft zu besprechen, zu leben und weiterzugeben. Und seine Botschaft war „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“. Das ist unsere Aufgabe, denn das ist sein Wille.

In den Eucharistiefeiern bekommen wir die Kraft, – wenn wir hingehen -, um selbst im Glauben zu bestehen, aber auch um diese Liebesbotschaft weiterzugeben. Denn das christliche Leben beginnt erst danach.
Es beginnt dann, wenn wir die Armen und Kranken besuchen.
Wenn wir Frieden und Versöhnung leben und stiften.
Wenn wir den Kindern in unseren Zusammenkommen einen Platz geben, den sie auch gerne einnehmen, wenn er sie mit Freude erfüllt.
Unser Glaube ist so voll mit Freude, mit Liebe, mit Hoffnung und Kraft, dass wir auch den Jugendlichen ein Angebot und einen Platz geben können, wo sie ihre Freude, ihre Sorgen und Hoffnung einbringen, beten und leben und feiern können.

Wenn Ihr jetzt, die ihr die Wahl gewonnen habt, diesen Auftrag und diese Last und Verantwortung schultert und ernst nehmt, wartet eine gigantische Aufgabe auf Euch, nämlich einen nachhaltigen Beitrag zu leisten, dass diese unsere Glaubensgemeinschaft wieder mit Leben und Liebe und Freude gefüllt wird.

Jesus ist nach der Wanderung müde und erfragt Hilfe, als er die Samariterin am Brunnen um Wasser bittet. Er beginnt den Dialog, indem Er bittet. Erst nachdem Er getrunken hat, beginnt er das Gespräch und spricht vom lebendigen Wasser. Jesus empfängt und gibt.
Wir Menschen hier, in ganz Deutschland, haben so viel empfangen, uns geht es so gut – wo ist unser Erbarmen? Was geben wir?
Und ich meine nicht nur die verhungernden Kinder im Jemen, während wir neue Kreuzwege und Messgewänder kaufen.
Ich meine nicht nur die wegen des Erdbebens heimatlosen Menschen auf Haiti.
Ich meine auch die alleinstehende alte Frau in der Straße, den Bettler vor EDEKA und die Flüchtlinge, die immer noch in runter gekommenen Unterkünften leben und an der deutschen Bürokratie scheitern.
Glaubt einer von Euch, dass unser Gott sich auch nur über ein neues Brokatgewand freut?

In allen Gemeinden gibt es tolle engagierte Christen, Frauen und Männer – auch unter den Jugendlichen, auch wenn wir sie nicht jeden Sonntag sehen. (Messdiener nicht vergessen)
In allen Gemeinden gibt es Gruppen, die gutes auf die Beine stellen, mit viel Kraft und Liebe.
In allen Gemeinden wird an den Sonntagen von Einigen eine ordentliche Spende gegeben
(nicht, wenn für die Pfarrgemeinde gesammelt wird), wenn es um Adveniat oder Misereor geht.
Alles lobenswert – weitermachen!

Aber was uns auch kaputt gemacht hat, ist – nicht nur der Missbrauchsskandal oder Personen wie Kardinäle, die sich Paläste bauen oder das Kirchenvolk ignorieren, nein uns hat auf die Stufen zum Hospiz gebracht, dass uns der Glaube keine sichtbare Freude macht.
Und Glaube als Pflicht ist Sch…….
Der und geschenkte Glaube ist so reich, er macht so froh, er tut gut, er heilt tiefe Wunden und schenkt uns ein wunderbares Ziel.

Das zu erkennen, das zu vermitteln, das zu wollen, das zu feiern, das zu leben – da müssen wir wieder hin.
Unser Gott, auf den wir getauft sind, für den ihr euch in diesen Tagen habt aufstellen und wählen lassen, von dem wir uns haben berufen lassen, dieser Gott braucht uns Menschen, um seine Botschaft zu leben und zu verkünden.
Unsere Kirche, zu der ich mich trotz allem gerne zähle, braucht jeden von uns.
Aber Frohe Botschaft muss nicht nur gepredigt, sie muss auch gelebt werden – auch für Kinder und Jugendliche. Kinder zahlen nicht nur unsere Rente – Kinder und Jugendliche müssen auch unsere Kirche retten.
Darum lasst uns endlich unsern Glauben feiern, im Gottesdienst, im Miteinander, mit den Fremden und mit den Alten.
Auf einer guten Feier kann man die Freude nicht nur sehen, man kann sie auch hören, diese Freude trifft einem ins Herz.
Und wenn wir diese Freude dann nicht bei uns behalten, wenn wir sie weitergeben, dann werden auch die Kinder und Jugendlichen neugierig, dann wollen auch sie mitfeiern.

Das ist die eigentliche Aufgabe der neuen Gremien (ok, der KV soll sich primär ums Geld kümmern – aber auch um das Teilen).
Ein gelebter und erfahrener Glaube der sichtbare Freude macht, muss als oberstes Ziel aller Aufgaben gesetzt werden.
Und die dabei erlebte Freude, wird Kraft schenken, auch den 2. und 3. Gang einzulegen – Automatik gibt es bei Kirche noch nicht.

Wie sagte Papst Johannes XXIII vor über 60 Jahren?

                               „Aggiornamento“ – lasst endlich frische neue Luft rein.
Ist kaum passiert, darum an Euch alle: AGGIORNAMENTO!

Euer Mitglaubender, Mitleidender aber auch Mitkämpfender,

Arthur Springfeld (Diakon) aus der schönen Sürenheide

Osterbrief 2021

Seit Ostern dürfen wir unsere Gegenwart und unsere Hoffnung auf Jesus Christus setzen

Wenn der Tod in unser Leben einbricht, dann stehen wir dem oft fassungslos gegenüber. Wir sind konfrontiert mit der schein-baren Endgültigkeit. Der Verlust eines lieben Menschen tut uns weh. Manchmal wollen wir es nicht wahrhaben, wenn leise die Nacht kommt. Ja, es wird oft dunkel in unserm Leben, nicht nur wenn der Tod kommt.
Mitten in dieser Dunkelheit aber brennt ein Licht. Ein Licht, dass wir manchmal gar nicht erkennen – das Licht der Osterkerze.
Entzündet wurde es in der Osternacht, in der wir Christen feiern, dass das Leben stärker ist als der Tod. So wie Jesus Christus durch den Tod hindurch zum neuen Leben und zur Aufersteh-ung gegangen ist, werden auch wir durch den Tod zu neuem Leben gerufen. Und als Zeichen dafür brennt die Osterkerze.
nach Andrea Schwarz

Liebe Großfamilie, liebe Freunde und alle Menschen an die wir gerne denken!

Ein kleines Mädchen hatte einen Teddy, ganz zerzaust und zerlumpt. Eines Tages sagte der Opa zu dem Mädchen: „Mein liebes Kind, wie kannst Du nur so lange mit diesem Teddy leben, der ist nun doch wirklich nicht mehr schön!“ Das Mädchen war ganz überrascht und erstaunt, sah ihren klüngeligen, und mehrfach geflickten Teddy an, schloss ihn ganz fest in ihre Arme, und schmuste ganz lieb mit ihm. Dann schaute sie den Opa mit strahlenden Augen an und sagte: „Schau mal, jetzt ist er wieder ganz schön …..!“

Und was hat diese Geschichte mit Ostern zu tun?

Das Leben lässt uns oft genug zerlumpt und zerzaust zurück. Oft finden wir uns selbst auch nicht so besonders ansehnlich – nicht nur wegen Corona – und, dass ein anderer uns mag, das kann man sich in solchen Momenten schon gar nicht mehr vorstellen. Und manchmal wird das auch in der Wirklichkeit so sein.

Ostern ist die Botschaft, die all dieses Denken auf den Kopf stellt.

Ostern heißt für jeden von uns eigentlich: Da nimmt mich jemand ganz fest in den Arm, kuschelt mit mir, drückt mich ganz lieb an sich und sagt zu mir und zu allen, die das hören wollen: „Du bist so schön, weil ich Dich liebe – und weil ich Dich liebe, bist Du einmalig schön!“

Weil unser Gott nicht anders kann und will, als uns zu lieben, ist er in Jesus Christus Mensch geworden.
Weil er uns so unbeschreiblich liebt, hat er seinem eigenen Sohn den Tod nicht erspart.
Weil er nur lieben kann, schaut er nicht auf unser Zerlumpt- und Zerzaust – sein, sondern er nimmt uns ganz fürsorglich und liebevoll in den Arm. Er glaubt sogar dann noch an mich, wenn ich an ihn nicht mehr glaube.

So wünschen wir Euch allen von ganzem Herzen:

„GESEGNETE OSTERN!“

Ursula und Arthur Springfeld

Ursula und Arthur Springfeld – Pausheide 9 – 33415 Verl. 05246-6964 diakon-arthur.de Ostern 2021

ARTHUR – der lebendige Adventskalender

An die Kinder im Kindergarten St. Judas Thaddäus in Verl -Sürenheide
(und an alle Kinder dieser Erde). Advent 2020

Dieser blöde Corona Virus ist schuld, dass wir schon so lange nicht mehr zusammengekommen sind, um zu singen, über Gott zu sprechen und gemeinsam zu beten und zu danken, dass unser Gott, der Gott aller Kinder und Menschen, jeden von uns liebt und im Leben begleitet.

In wenigen Tagen ist der 1. Advent. Dann beginnt die Zeit, in der wir auf das Weihnachtsfest warten. Weihnachten feiern wir, dass Jesus geboren wird. Darum gibt es in den Kirchen Gottesdienste, die Familie sitzt am Weihnachtsbaum und es gibt oft tolle Geschenke.

Aber das Warten auf das Christkind dauert ganz schön lange. Darum möchte ich Euch vom 1. Advent an, jeden Tag eine Geschichte erzählen, die ich im Internet gefunden habe. Ich freue mich, wenn Ihr jeden Tag zuschaut. Und wenn Ihr Lust habt, wäre es schön, wenn Ihr mir zum Weihnachtsfest ein selbst gemaltes Bild schenkt.
Ich warte schon auf den 1. Advent und jeden Tag, an dem wir uns über das Internet treffen und hoffe, dass bald alles wieder normal wird.

Euch eine schöne Adventszeit. Bleibt gesund!
Gott segne Euch und Eure Familien.

Arthur Springfeld (Diakon)                www.diakon-arthur.de
(euer lebendiger Adventskalender)

Unter der nachfolgenden Adresse (oder QR-Code) könnt Ihr mich ab dem 1. Advent sehen und die Geschichten hören:

www.youtube.com/channel/UC6SXPMM3yB_rkG_bPnZvrjg


Vorwort Pfarrbrief – Corona

Liebe Freunde von Jesus im Ölbachraum!
Als erstes hoffe ich und wünsche ich, dass es Ihnen allen gut geht. So ganz persönlich meine ich – gesund und zufrieden, trotz der momentan schwierigen Situation. Die Pandemie um uns und in der Welt sieht ja augenblicklich ganz schön bedrohlich aus.
Selten habe ich so oft Sch….. gesagt, wie in den letzten Monaten.
Unsere Goldhochzeitsparty fiel aus, Erstkommunion des Enkelkindes in den November verschoben, keine Treffen mehr mit Freunden, in den Geschäften kein Klopapier 😉 und vieles mehr. Und dann die Flatterbänder in der Kirche, Listen, Desinfektionsspender, viele leere Plätze. Alle, auch Schwerbehinderte wurden abgewiesen, wenn 29 erreicht war. Dann keine Lieder, Null Gemeinschaft im Gottesdienst, Kommunion mit Mundschutz hinter Plexiglas. Nee – so kann ich das nicht!
Auf dem Sofa habe ich mir dann die Gottesdienste im Fernsehen angeschaut. Die meisten waren sehr beeindruckend und haben mir gutgetan. Trotzdem, die ganze Situation und dazu die entmutigenden Diskussionen in meiner katholischen Kirche, haben meinen Glauben ganz schön belastet und an Grenzen geführt. Gut, dass ich noch meine Senioren habe. Die, die ich regelmäßig besuchte und die Kommunion brachte, sind fast alle gestorben. Jetzt lade ich alle Senioren in meiner Siedlung öfter zum Gottesdienst bei uns im Wohnzimmer ein – mit allen Regeln. Das tut uns allen gut. Und da sind noch meine Flüchtlinge, die „Daddy“ anrufen oder kommen, wenn sie wieder mal unsere Bürokratie nicht verstehen, oder finanzielle Hilfen brauchen. Gut, dass ich da gute Unterstützung aus Paderborn habe.
Aber – Gottesdienst ist deutlich mehr, als nur sonntags eine Stunde zusammenzukommen.
Gottesdienst heißt auch zu fragen, wie kann ich unserm Gott einen Dienst erweisen, weil ich dankbar bin, dass ich bin und lebe, zu essen habe und dass Corona mich noch nicht erreicht hat. Warum tut Gott diesen Dienst an mir? Was soll ich tun?
Gottes-Dienst kann so unterschiedlich sein. Wenn Sie Ihren Nachbarn oder die Freunde anrufen, die sie sonst regelmäßig treffen. Wenn Jüngere für Ältere einkaufen gehen. Wenn wir in der Öffentlichkeit Masken tragen, oder als positiv getestete zuhause bleiben.
Gottes-Dienst kann so überraschend guttun. Da wo einer etwas sagt oder tut und dann bei sich merkt: Das hätte Gott auch so gewollt, das ist seine Liebesbotschaft.
Bei Jesaja heißt es: „wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht …. Lernt Gutes zu tun!“
Ich freue mich, wenn alles wieder normal wird, bei den heiligen Messen, in unseren Kirchen – aber Gottesdienst ist viel mehr – das habe ich in dieser Zeit gelernt.
Ihnen werden auch viele Dinge und Situationen in ihrem Leben einfallen, für die sie dankbar sind, wo unser Gott Ihnen einen Gottes-Dienst getan hat.
Unsre Kirche, unsere Glaubensgemeinschaft, hat es nicht nur im Moment schwer, die Zukunft wird möglicherweise noch gruselig werden.
Auf die Bischöfe oder Rom dürfen wir nicht warten. Ich bin gefragt und Sie auch. Meine ganze Lebensweise muss eine Antwort sein auf meinen Glauben – wie ich mich benehme, wie ich Menschen begegne, meine Einstellung zu Tieren und zur Natur.
Und der schwierigste Teil ist sicher: Als Christ muss ich den Menschen zeigen, dass ich wirklich glaube. Dass ich vertraue, auf Gott und seine Nähe und Hilfe. Und dann kann ich seine Botschaft auch leben, auch in diesen schwierigen Zeiten – vielleicht sogar besser.
Und wenn ich Sch…… rufe, auch das versteht mein Gott, denn hinterher ging es mir meistens besser und ich konnte neu beginnen meinen Gottes-Dienst zu leben.
Ihnen noch eine gute und gesunde Zeit.

Ihr Arthur Springfeld (Diakon)

Osterbrief 2020 Kindergarten

  Hallo Kinder!  
 – Ich höre nichts – nochmal: Halllooo Kinder !!!! –
Jetzt habe ich Euch gehört.  
Weil wir uns im Kindergarten nicht zum Gottesdienst treffen
können, wollte ich Euch mit diesem Brief eine Freude machen
und ein schönes Osterfest wünschen.  
Ostern ist mein Lieblingsfest. Nicht wegen der Eier und auch nicht
wegen des Osterhasen.
Ich freue mich über Ostern, weil wir Christen ganz fest glauben,
dass wir alle, wie Jesus nach dem schlimmen Tod am Kreuz, nicht tot
im Grab bleiben, sondern auferstehen und in den Himmel kommen. Aber wo genau der Himmel ist und was da genau los ist,
das weiß ich auch nicht.
Ich freue mich trotzdem – ganz toll!

Vielleicht kann uns die kleine Geschichte von der Raupe Arthur und dem Schmetterling helfen.
In der Ritze eines Baumstammes lag ein winziges kleines Ei. Aus diesem Ei schlüpfte eines Tages eine winzige Raupe. Sie hieß Arthur. Und Arthur hatte großen Hunger und suchte etwas zu fressen. Unter dem Baum gab es Veilchenblätter, die schmeckten der Raupe Arthur besonders lecker. Überhaupt hatte Arthur nur eines im Sinn: fressen, fressen und nochmals fressen. Eines Tages war die Raupe Arthur ganz groß und dick geworden. Sie spuckte nun ganz feine Fäden aus, band sich an einem Ast fest und wickelte sich rundum in eine Hülle ein, wie in eine Decke. Aber dann passierte etwas ganz Tolles unter dieser Decke! Darunter verwandelte sich nämlich die Raupe Arthur. Von außen konnte man nichts sehen. Aber eines Tages im Frühling, als es warm wurde, platzte die Hülle auf, und heraus kam ein zarter wunderschöner Schmetterling. Unser Schmetterling, der vorher die Raupe Arthur war, flog nun von einer Blüte zur anderen. Die leere Hülle aber fiel bald vom Ast ab.

Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, feiern wir Ostern ein schönes Fest. Es gibt ein paar kleine Geschenke, wie Ostereier oder Schokoladen Hasen. Wenn man jemanden trifft, sagt man „Frohe Ostern!“, oder man schickt sich eine Postkarte, oder ruft seine Freunde an.

Wichtig ist auch, dass man mit Gott spricht, ihm erzählt, dass man sich freut über Ostern.

Wenn wir im Kindergarten zusammen beten und das Kreuzzeichen machen, sagen wir immer gemeinsam:
         GOTT – HAT – MICH – LIEB!
Und weil Gott uns liebhat, schenkt er uns den Himmel. Aber erst mal leben wir hier auf der Erde und versuchen uns gegenseitig zu helfen, vertragen uns schnell wieder und versuchen, auch anderen eine Freude zu machen.
Vielleicht macht es Euch auch Freude, wenn Ihr den Schmetterling schön bunt malt und dann an die Wand hängt. Ich freue mich auch, wenn der Kindergarten bald wieder aufmachen kann. Dann treffen wir uns wieder und können gemeinsam singen und beten.

Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Zeit und ein
GESEGNETES OSTERFEST
Gott beschütze Euch und Eure ganze Familie
Arthur Springfeld (Diakon)

OSTERN findet statt! 2020

OSTERN findet statt! (Hompage der Pfarrgemeinde St. Anna Verl)

„Frohlocket, ihr Chöre der Engel, …… !„ Über 30 mal habe ich das in der Osternacht schon gesungen, manchmal ist mir dabei fast die Luft ausgegangen. Dieses Jahr wird das nichts, denn die Gottesdienste in der Kirche fallen zu Ostern aus. Und dabei könnte ich dieses Jahr das „Exsultet“ aus besonders frohem Herzen singen. Natürlich ist das „Sch……“, was in diesen Tagen um uns herum passiert. Gruselig, wenn Angehörige keinen Abschied nehmen können, nicht mehr beim Sterben der Lieben deren Hand halten. Kein dankendes, kein versöhnendes Wort mehr austauschen können ist schlimm. Und die vielen Existenzen, die bedroht sind, furchtbar. Kein Kindergarten, keine Freunde treffen, keine Schule – ok, das können die meisten Schüler aushalten, für die Abiturienten ist es eher schwierig. Viele Menschen gibt es, die wahrscheinlich ihren Job verlieren, mit allem, was da dranhängt. Und so viel Perspektivlosigkeit.
Warum ich trotzdem „Frohlocken“ möchte?
Es gibt für mich so viele Gründe. Ich lebe noch!
In unserer Großfamilie ist bisher niemand betroffen.
Klopapier und Mehl haben wir genug, auch ohne hamstern.
Wenn um 19.30 Uhr der Wecker klingelt und meine Frau und ich, und wer von der Familie dazu kommt, gemeinsam beten und dabei die vielen Katastrophen in den Blick nehmen. Neuerdings gibt es bei uns eine „Familienrudelgruppe“ bei WhatsApp. Über 20 Geschwister, Partner, Nichten und Neffen gehören dazu. Nie war unsere Familie so eng verbunden.
Und dann – keine Caritastermine für meine Frau, keine Gottesdienstvorbereitung oder Predigtplanung, keine Hochzeitstermine oder Taufgespräche, obwohl wir das eigentlich gerne machen.
Mein Garten sieht endlich mal wieder (fast) super aus.
Täglich telefonieren wir mit andern Freunden und Bekannten.
Ok, und das Wetter passt auch.
Das Christentum gibt es seit über 2.000 Jahren. Wahrscheinlich ist bei Pest und Pocken auch schon mal der Ostergottesdienst ausgefallen. Wir können heute wenigstens die Messe aus Wien oder den Gottesdienst in der evangelischen Kirche im TV sehen und hören. Großartige Menschen, denen man da begegnet.
Einverstanden, wenn es einen selbst, oder jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis erwischt, wird’s doch ganz schön düster, das tut sehr weh. Aber hat es andere nicht noch bösartiger getroffen? Im Mittelmeer, in den Lagern in Griechenland, der Türkei oder Syrien? Oder in den Ruinen von Kundus, oder den Slums von Calcutta?
Den Virus werden wir besiegen – keine Frage. Das schaffen wir! Aber besiegen wir auch unsern Egoismus und unsere Gier?
Können wir es schaffen, diese Hilfsbereitschaft, diese Nächstenliebe, diese Nähe zur Familie und zu Freunden zu bewahren? Oder wird der Vorrat an Klopapier die Messlatte bleiben?
Die Welt und das Miteinander werden sich nach der Krise bleibend verändern, aber ich hoffe, dass ich dennoch noch oft mein „Frohlocket“ singen kann.
Mit Gott an der Seite, und seinen Vorgaben im Herzen und im Tun, wird alles gut.
Ihnen und allen für die Sie beten, an die Sie denken, die Sie mögen (den andern auch), Ihrer ganzen Familie, wünsche ich ein gesegnetes Osterfest.
Denn der Herr ist immer da, denn er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja – Frohlocket!
Ihr Arthur Springfeld (Diakon)

Osterbrief 2020 an Pfarrgemeinde aufstehen-auferstehen

aufstehen – auferstehen  
einmal mehr aufrecht
 als am boden zu liegen
einmal mehr die angst besiegen  
einmal mehr hoffen
 als enttäuscht werden
einmal mehr vertrauen wagen  
einmal mehr verzeihen
 als schuld zu erahnen
einmal mehr lächeln aus liebe  
einmal mehr heimkommen
 als von sich fortgehen
einmal mehr stolz überwinden  
einmal mehr lachen über sich
 als weinen über das leben
einmal mehr von vorn beginnen  
einmal mehr danken
 als fremden reichtum zu beklagen
einmal mehr die augen zu öffnen. AS
 

Christus ist auferstanden, damit wir auferstehen!

Liebe Mitchristen unserer St. Judas Thaddäus Gemeinde!
und Mitchristen aus anderen Gemeinden!

Ganz schön schwierig diese letzten Wochen vor Ostern und wie und wann es wieder normal weitergeht, ist noch unsicher. Unser Bruder und Heiland Jesus Christus hat auch viel Leid ertragen und ist als Sieger zum Vater heim-gekehrt. Darum wollen auch wir uns nicht unterkriegen lassen und voller Hoffnung nach vorne schauen. Christus ist unser Vorbild und unser Ziel.
Im Gebet bleiben wir untereinander verbunden und unser Patron, Judas Thaddäus – zuständig für besonders schwierige Situationen, wird diesen Weg mit uns gemeinsam gehen. Die Menschen damals jubelten mit Palmzweigen. Unser Lob und unseren Dank können wir im gemeinsamen Gebet, verbunden als Pfarrgemeinde, abends um 19.30 Uhr, wenn die Glocken erklingen und zu jeder anderen Zeit vor unseren Gott bringen.
Pastor Korsus und ich, Arthur Springfeld, wünschen Ihnen/Euch
ein gesegnetes Osterfest
und das Spüren von Gottes Nähe, auch in schwierigen Zeiten.
OSTERN 2020

GOTT drückt den Resetknopf.

Leserbrief an die Kirchenzeitung „Der DOM“ (Diozöse Paderborn) 27.05.2019

GOTT drückt den Resetknopf.

Ob Gott sich wohl mit Computern oder Handys auskennt? Wahrscheinlich. Mit einem funktionierenden Christentum, unserem „Spiel des Lebens“ kennt er sich garantiert aus. Darum hat er vermutlich für Deutschland auch den Resetbutton gedrückt. Denn fast nichts läuft mehr, darum – Neustart – Neuanfang – neuer Versuch.  Nichts läuft wie es soll. Es holpert. Viele Ausfälle. Alles wird immer langsamer und jetzt scheint der Absturz wahrscheinlich. Die Menschen haben seine Programmierschritte nicht befolgt. Sie haben vergessen was seine Programmziele waren. Sie haben seine Programme für andere Spiele missbraucht. Die Kinder und Jugendlichen haben es am schnellsten begriffen. Sie bleiben weg, sie spielen nicht mit. Warum auch? Niemand der erwachsenen Mitspieler hat begriffen, dass Liebe und Freude am Glauben seine Spiel-Headline waren. Denn eine luxuriöse und vergoldete Graphik seiner Regeln hat er nie gewollt. Das „Spiel“ war sein Programm und nicht die Kostüme und Masken der Mitspieler. Dass Fehler gemacht werden, hat er gewusst, doch den Fehler korrigieren und bei den Anderen nicht nachtragen, das hatte er programmiert. Den Gewinn mit den anderen immer teilen, war seine Spielvorgabe und nicht – alles für sich behalten. Wer keine Freude an seinem Spiel hat und das auch zeigt, sollte erst gar nicht mitspielen. Und seine Regeln heimlich umstellen und männliche Mitspieler bevorzugen war nie seine Idee. Und wenn dann Gäste sich melden, die gerne mitspielen würden und man jagt sie weg, dann verändert man seine Programmierung, denn Er hatte alle eingeladen. Das Spiel war für alle geschaffen, ohne Ausnahme. Jeder sollte durch Erzählen und Tun dem anderen das „Spiel des Lebens“ erklären und ihn anleiten. Jeder darf und soll dabei den Admin um Hilfe bitten und sich Tipps holen, die Er dann gerne gibt und jeden Tag wieder neu. Ein großartiges Spiel, dieses „Spiel des Lebens“, kann man nicht kaufen, aber jeder bekommt es geschenkt – und alle die die Regeln einhalten, werden gewinnen. Wenn nur einer gewinnen will, funktioniert das ganze Spiel nicht. Unsere Kinder träumen von dem Spiel, die Sehnsucht ist ihnen grundgelegt. Nach dem Reset gibt es eine neue Chance, dass sie sein Spiel doch noch kennenlernen und mitmachen. Aber WIR müssen ihnen die Regeln zeigen und vorleben, das geht nicht vom Sofa aus, sondern findet im Leben statt, im Miteinander, vielleicht auch in der Kirche. Aber wenn wir das wieder mit mehrheitlich übel gelauntem Gesicht tun, nützt auch Gottes Reset nicht – und kein Kind will und wird mitspielen. Jeden Tag haben wir die Chance für den neuen Anfang – wir selbst können auch jeden Tag unsern Anteil am „Spiel des Lebens“ resetten und neu starten.
Arthur Springfeld (Diakon) Verl