Friedensgebet 22.11.2017 – Gott braucht unsere Hände

Friedensgebet 22.11.2017 St. Marien Kaunitz – Gott braucht unsere Hände

Begrüßung

LIED: 5x Schweige und höre (Kanon?)

Gott, du wartest auf uns, bis wir uns öffnen für dich
und Deine Nähe und Hilfe suchen.
Vor dich tragen wir unsere Angst, unsere Ohnmacht, unsere Ratlosigkeit
und unsere Sehnsucht nach Frieden für alle Menschen
Wir wollen Deine Nähe in diesem Gottesdienst spüren.
Du bist doch immer für uns da.
Lass uns deine Gegenwart spüren in der Stille.
Stille –
Frieden ist wirklich möglich!
Auch Du kannst ihn mitgestalten;
beginne bei Dir selbst:
öffne Deine Augen, öffne Deine Ohren, öffne Dein Herz,
lass Licht und Wärme dort hinein,
öffne Deinen Mund.

Erst schaffe Frieden in Dir,
dann schaffe Frieden in Deiner Familie
und Frieden in Deinem Haus,
in Deiner Nachbarschaft
und in Deiner Umgebung.

Geh‘ auf andere zu, sprich mit ihnen
und höre ihnen zu, fühle mit ihnen,
versuche, sie zu verstehen,
nimm sie an, wie sie sind,
sei geduldig mit ihnen,
wie auch Du Geduld von ihnen erwartest,
vergebe ihnen und tröste sie,
freue Dich und leide mit ihnen.

So schaffst Du Frieden in Dir und um Dich herum.
Große Dinge werden nur durch kleine Schritte bewirkt.
Der Friede beginnt mit der Vergebung, er beginnt mit dem Freispruch.
Zur Freiheit hat uns Gott befreit und zum Frieden hat er uns fähig gemacht.
Fangt bei euch selber an:
Euren Hass zu besiegen,
andere nicht mehr zu zerstören, redet nicht schlecht über sie,
macht sie nicht fertig durch eure Worte.
Fangt endlich bei euch selber an:
Euren Mut umzuwandeln in phantasievolle Kraft,
durchbrecht das alte Prinzip:
Auge um Auge – Zahn um Zahn.
Erst dann fangt ihr an, so zu leben, wie Jesus lebte!
Wenn ihr für den Frieden eintretet, – dann ohne Hass,
wenn ihr für den Frieden arbeitet, – dann ohne Streit,
wenn ihr auf den Frieden hofft, – dann ohne Angst,
denn Gott sagt:
Fürchte dich doch nicht, ich habe dich erlöst,
ich habe dich bei deinem Nahmen gerufen, – DU bist mein.

  • Stille –

LIED: Der mich atmen läßt ….

Der Frieden
Die Angst vor Streit und Hass und Krieg lässt viele oft nicht ruhn.
Doch wenn man Frieden haben will, muss man ihn selber tun.
Der Frieden wächst, wie Rosen blühn, so bunt, so schön und still.
Er fängt bei uns zu Hause an, bei jedem, der ihn will.
Vom Frieden reden, hilft nicht viel, auch nicht, dass man marschiert.
Er kommt wie Lachen, Dank und Traum, schon wenn man ihn probiert.
Man braucht zum Frieden Liebe, natürlich auch Verstand,
und wo es was zu heilen gibt, jede Hand. (Eva Rechlin)

Gemeinsam: Gott braucht Hände

Gott braucht mutige Hände,
die Gerechtigkeit in die Tat umsetzen,
starke Hände,
die überflüssige Grenzen einreißen können,
hilfreiche Hände,
die anpacken, wo Not ist,
tröstende Hände,
die Tränen trocknen,
fleißige Hände,

die sich nicht vor wichtigen Aufgaben scheuen,
sichere Hände,
die dem Strauchelnden Halt geben,
friedliche Hände,
die sich nicht mehr zu Fäusten ballen,
ordnende Hände,
die Zweifel und Fragen in den Griff bekommen,
willige Hände,
die Gottes Plan mit uns Menschen umsetzen,
schützende Hände,
die sich der Verlassenen und Ängstlichen annehmen,
segnende Hände,
die den Menschen Glück wünschen.
Aber Gott braucht auch leere Hände,
Hände, die bereit sind, sich zum Gebet zu falten.
Hände, die auch empfangen können.
Gott braucht unsere Hände,
deine und meine Hände,
um heute in der Welt zu wirken.

LIED: Herr gib mir Mut zum Brücken bauen

Gemeinsam: Guter Gott, hilf uns
Menschen in aller Welt, neue Wege zu finden,
um eine Welt der
Gerechtigkeit aufzubauen,
eine Welt ohne Rassismus, ohne Gewalt und ohne Krieg.
Hilf uns, eine Welt aufzubauen,
in der Kinder Zugang zu Wasser haben und zur Schule gehen können.
Hilf uns, eine Welt aufzubauen,
in der die Kinder Zugang finden zu Bildung und genug zu essen haben,
ohne auf der Straße betteln zu müssen, am Busbahnhof
oder an den Schienen, vor den Moscheen, den Kirchen und Synagogen.
Guter Gott, hilf uns Menschen in aller Welt,
neue Wege zu finden, um eine Welt ohne Tränen aufzubauen,
eine Welt ohne Hunger, ohne Durst, eine Welt des Friedens.
Du schenkst uns überall auf der Welt die Kraft, neue Wege zu finden:
Mit dir überwinden wir Unterschiede, die keine Bedrohung mehr sind.
Mit dir nehmen wir uns gegenseitig ohne Vorbehalte an.
Und Hand in Hand gehen wir voran ohne Angst.
Wir schenken ein Lächeln, ein Augenzwinkern, einen Händedruck.
Guter Gott, hilf uns Menschen in aller Welt,
neue Wege zu finden, um eine Welt aufzubauen, in er alle Frieden finden.
Amen.
GEDANKEN ZUM „Vater unser“
Ich kann nicht Vater sagen, wenn ich diese Beziehung zu Gott nicht lebe.
Ich kann nicht unser sagen, wenn mir die anderen Christen gleichgültig sind.
Ich kann nicht im Himmel sagen, wenn mein Interesse nur für die Erde gilt.
Ich kann nicht geheiligt werde dein Name sagen, wenn ich im Zorn Gott fluche.
Ich kann nicht dein Reich komme sagen, wenn ich Gott nicht gehorsam bin.
Ich kann nicht dein Wille geschehe sagen, wenn ich Gottes Wille für mein Leben nicht annehme.
Ich kann nicht wie im Himmel so auf Erden sagen, wenn ich die Wahrheit über Gott nicht weitersage.
Ich kann nicht unser tägliches Brot gib uns heute sagen, wenn ich den Notleidenden nicht helfe.
Ich kann nicht und vergib uns unsere Schuld sagen, wenn ich mein Unrecht nicht zugebe.
Ich kann nicht wie auch wir vergeben unseren Schuldigern sagen, wenn ich gegen jemanden einen Groll habe.
Ich kann nicht und führe uns nicht in Versuchung sagen, wenn ich in der Versuchung bleiben will.
Ich kann nicht sondern erlöse uns von dem Bösen sagen, wenn ich die Sünde liebe.
Ich kann nicht denn dein ist das Reich sagen, wenn ich am Eigentum hänge.
Ich kann nicht und die Kraft sagen, wenn ich Angst vor den Menschen habe.
Ich kann nicht und die Herrlichkeit sagen, wenn ich meine Ehre suche.
Ich kann nicht in Ewigkeit sagen, wenn ich an ein Leben nach dem Tod nicht glaube.
Ich kann nicht Amen sagen, wenn das Gebet nicht mein Wunsch ist.
Wir beten das Vater Unser jetzt gemeinsam:
VATER UNSER ……..

Noahs Arche
Wenn Du sie damals nicht alle hineingelassen hättest in die Arche,
die bunten und verschiedenartigen Tiere, wie viel ärmer wäre Deine Menschheit, Herr.
Niemand weiß besser als Du, wie viel wir bis heute gemeinsam haben mit Deinen Tieren.
Hilf mir, mit allen zurechtzukommen:
Mit den Meckerziegen und albernen Gänsen,
mit alten Drachen und lahmen Enten.
Mit Mistkäfern, Trampeltieren und Windhunden,
mit sturen Böcken und komischen Käuzen,
mit Nachtfaltern und Eintagsfliegen,
mit Leithammeln und folgsamen Schafen,
mit verwöhnten Schoßhündchen und Pechvögeln.
Gib mir Verständnis
für Einsiedlerkrebse und gesellige Pinguine,
für wendige Wiesel und tapsige Bären,
für schlanke Giraffen und fette Masthähnchen,
für giftige Nattern und lustige Spaßvögel,
geduldige Lämmer und wilde Wölfe,
stachelige Igel und anschmiegsame Angorakatzen.
Hilf mir beim Zusammenleben
mit den fleißigen Bienen und faulen Siebenschläfern,
mit hässlichen Raupen und schönen Schmetterlingen,
mit stolzen Pfauen und unscheinbaren Kirchenmäusen,
mit starken Löwen und scheuen Rehen.
Herr, es ist nicht immer ganz einfach, es in Deiner Arche auszuhalten.
Gib mir die nötige Geduld und eine Prise Humor, sie alle zu ertragen und
Jedem Tierchen sein Pläsirchen zu lassen.
Und vor allem: Lass mich nicht vergessen,
Herr, dass ich für die anderen manchmal auch ein ziemlich seltsamer Vogel bin.
Dazu segne uns all der uns immer liebende und treue Gott: Der Vater …………..

LIED: 551 1+3 Nun singt ein neues Lied dem Herren

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .