Wort zum Sonntag 26.02.2017 – KARNEVALSSONNTAG –

Wort zum Sonntag 26.02.2017 – KARNEVALSSONNTAG –

„Elisabeth betet wieder mal zum Jahresbeginn: Lieber Gott, schenke mir bitte dieses Jahr eine schlanke Taille und ein dickes Bankkonto – aber verwechsle das dieses Jahr bitte nicht schon wieder!“ Das ganze Pfarrheim brüllt vor Lachen – so geht Karneval.

Und was macht unser Gott? Sitzt der im Himmel und lacht mit oder schmunzelt er wenigstens oder hat er vor lauter Andacht Tränen in den Augen? Gott weiß ja alles und natürlich kennt er den Witz auch schon. Ich glaube, er lacht trotzdem und dass er Spaß versteht und am meisten lacht er wahrscheinlich über sein ernstes Bodenpersonal.

Sagt der Pastor: „Und ich warne euch, Brüder und Schwestern, vor der Zigarette. Auf die erste Zigarette folgt zwangsläufig das erste Glas Alkohol, und auf den Alkohol folgt ganz selbstverständlich die erste Sünde mit einer Frau“, unterbricht ihn der einzige jugendliche Zuhörer: „Wo, bitte, kann man diese tolle Zigarette kaufen?“

Wer die Menschen und das Leben liebt, der kann auch lachen. Und wenn ich eins ganz bestimmt glaube, dann, dass Gott die Menschen und das Leben liebt. Er sieht den guten Willen und das Engagement so vieler seiner Freunde, er sieht die Tiere und die Blumen, die Vielfalt der Farben, die Pracht der Früchte.

Ich bin ganz sicher, dass Gott heute mit jedem Menschen bei Terror und Hunger, im Krankenhaus und Hospiz mit leidet, aber ich glaube auch ganz fest, dass Gott sich freut, wenn Menschen auf der ganzen Welt am Leben Spaß haben und dass er auch Freude hat, wenn ausgelassen gelacht und gefeiert wird.

In der Bibel heißt es: „Der Himmel soll sich freuen, die Erde soll jauchzen, das Meer soll tosen mit allem, was darin lebt! Der Ackerboden soll fröhlich sein samt allem, was darauf wächst; alle Bäume im Wald sollen jubeln!“ (Psalm 96), oder „Am Abend mögen Tränen fließen – am Morgen jubeln wir vor Freude.“ (Psalm 30).

Und wir dürfen auch davon ausgehen, dass Jesus gelacht hat. Jesus war wahrer Mensch und wahrer Gott. Bei ihm haben sich Ernst und Freude, Schmerz und Lachen nicht ausgeschlossen. Er hat den Menschen leidenschaftlich die frohe Botschaft Gottes erzählt. Er hat sich gefreut, wenn er mit den Menschen gegessen und getrunken hat, er war auf Hochzeiten und Festlichkeiten. Er hat voll Freude die Kinder in die Arme genommen und gedrückt. Er hat die Menschen liebevoll angesehen.

Wer jemanden voll Liebe anschaut, der schaut nicht ernst. Liebe zaubert ein Strahlen in das Gesicht jedes Menschen. Jesus sagt: „Liebt einander“ und er hat seinen Freunden in der Bergpredigt so eine wunderbare Verheißung gegeben: „Selig seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen!“.

Das ist mein Gott – der mich das Lachen lehrt und der mich trägt in Trauer und Freude, der mit mir lacht und mit mir weint, der will, dass mein und unser Leben gelingt – und das geht nur, wenn wir voll gelebter Freude unsere Zukunft mit ihm planen und anpacken.

Papst Franziskus wünscht allen Gläubigen „viel Mut zur Freude“ und bedauert die Menschen denen das Leben wie eine dauernde Fastenzeit ohne Ostern erscheint.

Darum lasst uns mit fröhlichem Gesicht beten und singen, tanzen und feiern, damit wir andere anstecken, damit sie in unsere Freude mit einstimmen können.

Das wäre ein wirklich tolles Christentum, nicht nur an Karneval – und Gott würde vor Freude schon wieder lachen. Ihr Arthur Springfeld (Diakon)

Sagt der Pfarrer zu einem Mann, den er lange nicht in der Kirche gesehen hat: Mein Sohn, ich fürchte, wir werden uns nie im Himmel begegnen.“ – „Nanu, Herr Pfarrer, was haben sie denn ausgefressen?“


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