Totengebet 2

Totengebet für Hans Peitz gest. 30.09.16

 

Heute Abend wollen wir in Gedanken Hannes, wie ihn viele nannten ganz nahe sein. Wollen ihm danken für die Zeit die wir mit ihm verbringen durften, als Ehepartner, Kinder, Enkelkinder oder auch als Nachbar, Freund oder guter Bekannter.

Wir dürfen ihm das sagen, was uns am Herzen liegt, auch den Wunsch nach Vergebung, da wo wir uns nicht gut verhalten haben. Wir dürfen uns erinnern an viele Begebenheiten, die wir gemeinsam erlebet haben und ihm danken für all die Hilfe, die wir durch ihn in vielen Jahren erfahren haben in unserer Gemeinde, aber auch auf der politischen Ebene.

Und wir dürfen ihn bitten, in der Gewissheit unseres Glaubens, dass er einen guten Platz beim Vater im Himmel gefunden hat, dass er Fürsprache bei Gott für seine Familie und für uns einlegt, dass er uns auch weiter in guten und in schlechten Zeiten begleite.

Übergeben wir jetzt auch Gott im gemeinsamen Beten unsere Trauer und unsere Gedanken. Möge uns die Botschaft Jesu Christi helfen, dass Er auch und gerade jetzt sein Kind Hans Peitz in seinen Händen geborgen hält.

Im Namen des Vaters, …………………

 

Lied: Ich steh vor Dir mit leeren Händen Herr GL 621

 

Derr Herr ist mein Hirte,

nichts wird mir fehlen.

Herr erbarme Dich!

 

Er leitet mich auf rechten Pfaden,

treu seinem Namen.

Christus erbarme Dich!

 

Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang

und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Herr erbarme Dich!

 

Das Lebensbuch von Hans ist zugeschlagen.

Es ist sein eigenes Buch voller Erfahrungen und Bilder.

Manche Seiten darin kennen wir,

die einen mehr, die anderen weniger.

In unterschiedlicher Form und Nähe

haben wir manche Seiten mit beschrieben.

Dennoch war es sein Lebensbuch.

Keiner von uns kennt alles, was darin steht, selbst wenn wir noch so

nahe und lange mit ihm zusammengelebt haben.

Denn auch die Fragen und Sehnsüchte, die Hoffnungen und das

Unausgesprochene: All das ist enthalten im Buch des Lebens.

Und dieses Buch ist jetzt geschlossen.

Aber einer öffnet und liest das Buch,

während wir nur in Erinnerung leben.

Es ist unser Gott.

Der Gott des Lebens von Anfang an.

Der Gott des Lebens jeden Tag und jeden Augenblick.

Der Gott des Lebens auch in dunklen Stunden.

Der Gott des Lebens auch und gerade über den Tod hinaus.

Dieser Gott sieht tiefer und liebt mehr als wir das vermögen.

Dieser Gott des Lebens – darauf vertrauen wir –

hat Hans in das göttliche Buch des ewigen Lebens

eingeschrieben.

 

Lesung – Offb 21, 1-5a

In wunderbaren Bildern beschreibt die Heilige Schrift das ewige Leben. Die Verheißung des neuen Jerusalem als Wohnort Gottes unter den Menschen gehört zu den schönsten Stellen.

 

Hören wir jetzt diesen Abschnitt aus der Offenbarung des Johannes:

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde;

denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,

auch das Meer ist nicht mehr.

Ich sah die heilige Stadt,

das neue Jerusalem,

von Gott her aus dem Himmel herabkommen;

sie war bereit wie eine Braut,

die sich für ihren Mann geschmückt hat.

Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen:

Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen!

Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein;

und er, Gott, wird bei ihnen sein.

Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen:

Der Tod wird nicht mehr sein,

keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.

Denn was früher war, ist vergangen.

Er, der auf dem Thron saß, sprach:

Seht, ich mache alles neu.

 

Hans war ein sehr aktives Mitglied in unserer Kirchengemeinde von Anfang an. Solange seine Gesundheit es zu ließ, konnte man sicher sein, ihn am Wochenende in der Kirche zu treffen. Seinen Glauben hat er gelebt, wenn er sich aktiv in der Gemeinde, im Pfarrgemeinderat, im Kirchenvorstand, bei Pfarrfesten und jeder Gelegenheit, wo hilfreiche Hände gebraucht wurden, einbringen konnte, wenn er nahezu jeder Bitte um Hilfe nachgekommen ist und den Seinen ein treusorgender Vater, Ehemann und Opa war. Wir nehmen ihn jetzt in unser Beten, in unser Denken in unsere Nähe zu Gott mit hinein.

 

Ich glaube an Gott ………….

 

Vater unser ………………

Gegrüßet seist du Maria, …………….., der auch für uns gestorben ist.

 

Vater unser ………………

Gegrüßet seist du Maria, …………….., der uns alle Schuld vergibt.

 

Vater unser ………………

Gegrüßet seist du Maria, …………….., der uns mit ausgebreiteten Armen erwartet.

 

Lied: Segne Du Maria GL 999

Fürbitten
Gott, wir können außer beten nichts mehr für Hans tun. Wir hätten ihm gerne geholfen. Er ist gegangen, nach langer bedrückender Krankheit, ohne sich von seiner Gemeinde verabschieden zu können. Sein Leben ist in den letzten Jahren unserer Nähe entglitten, auf einmal ist Hans nicht mehr da.

 

Wir können dich nur bitten, ihn in deine liebenden Arme aufzunehmen. Schütze ihn mit deiner liebenden Hand. Schenke ihm ein neues zu Hause in deiner wohltuenden Nähe.

 

Hilf uns Gott, dass wir über seinen Tod nicht sein Leben vergessen. Und da gibt es viel, was uns dankbar macht. Wir danken dir für alles, was Hans aus deiner Hand empfangen durfte. Wir danken dir für alles, was wir durch seine Nähe erhielten und was wir ihm geben durften.

 

Gott, sei du mit allen, die Hans nahe stehen, besonders mit Gertrud und Udo, Rita, Herwart und Ralf, all seinen Enkelkindern, sowie allen Verwandten Freunden und Nachbarn. Schenk ihnen jetzt deine Kraft, diesen Tod anzunehmen. Schenke ihnen Offenheit für Trauer und gib du ihnen Halt.

 

Und wir bitten für uns alle. Jeder von uns hier könnte der Nächste sein. Schenke uns deinen Segen gerade in diesen Tagen. Lass uns wieder bewusster leben.

 

Wir bitten Dich für all die Menschen in den Kriegsgebieten dieser Erde, die entsetzlichen aushalten müssen und oft unter furchtbaren Umständen sterben. Ebenso bitten wir für alle Flüchtlinge, dass sie liebevoll in den Ländern aufgenommen werden, die auf der Flucht gestorbenen gib Heimat bei Dir.

Wir bitten für die Armen in der Welt. Sei du auch mit ihnen. Schenke ihnen Freude und Brot. Segne die, die ihnen helfen Hunger, Ungerechtigkeit, Unfriede und Tod die Stirn zu bekämpfen. Amen.

Gott unser Vater,

über einer Welt von Gräbern steht das Kreuz deines Sohnes und es verbindet alle Menschen, alles Leid, alle Trauer und allen Schmerz.

Wenn wir deine Wege auch nicht verstehen können, so vertrauen wir doch der Botschaft deines Sohnes, dass wir von deiner väterlichen Liebe gehalten sind.

So haben wir in diesem Totengebet für Hans Peitz gebetet.

Nimm ihn auf und lass ihn auf ewig bei dir geborgen sein.

Uns aber lass so leben, dass Du Freude an uns hast.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Vor dir, Herr, bedenken wir unser Leben, denn rasch geht es dahin. Die Dauer ist ohne Belang und keiner kann sie verändern.

 

Doch jeden Tag zu gestalten und jede Tat zu verantworten vor dir, unserem Schöpfer, das ist uns aufgetragen.

 

Mache kurz die Zeit unserer Trauer, und lass dankbare Erinnerung wachsen. Lass uns unsere Tage zählen, damit wir ein weises Herz gewinnen.

 

Wende dich uns zu, du guter Gott, und lass das Werk unserer Hände gelingen. Bleibe bei uns, bis ans Ende unserer Tage und segne, was wir zu tun beginnen,

 

ja, segne unser Leben, Herr – im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

 

Lied: 955 1+2+4+5 Von guten Mächten

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