WIR SCHAFFEN DAS!

Wort zum Sonntag 11. September 2016 WB – „WIR SCHAFFEN DAS!“

„WIR SCHAFFEN DAS!“ Natürlich schaffen wir das – weil wir das wollen! Ich meine jetzt nicht die Flüchtlinge. Da gibt Verl ein Superbeispiel der Hilfsbereitschaft durch viele Menschen, die sich engagieren, die spenden und durch Firmen, die bereit sind, diese oft traumatisierten Menschen trotz schwacher Deutschkenntnisse einzustellen.

Heute meine ich alle Jugendlichen und jungen Familien und bin sicher: „WIR SCHAFFEN DAS!“ Wir schaffen das, in unseren Kirchen – evangelischen wie katholischen – räumliche, strukturelle und inhaltliche Angebote zu schaffen, die unsere Kinder und Enkelkinder, unsere Jugendlichen und jungen Familien ansprechen und in ihnen Wünsche wachrufen, mit Gott und mit uns in eine gute Zukunft zu gehen. Das kann ich aber natürlich nicht herbeidichten, nicht herbeipredigen oder zaubern, das braucht Kreativität und konkretes Tun bei unseren Pastören (Hirten) und Mitarbeitern, bei den Gremien und kirchlichen Gruppen aber auch in gleichem Maße bei den vielen, die zu unseren Kirchen gehören und sich bisher (kann ich gut verstehen) nicht angesprochen fühlten.

Unser Papst Franziskus hat unserem Klerus und jedem von uns schon bei vielen Gelegenheiten die Leviten gelesen und einige habe es auch wohl endlich verstanden. Auf dem Weltjugendtag in Polen hat er dann wieder allen Christen die Botschaft zugerufen: „Gebt Euch nicht zufrieden mit dem was ist! Ruht Euch nicht aus. Werdet unruhig auf der Suche nach Gott und der Mitmenschlichkeit.

Und den jungen Menschen hat er auch dort in besonderer Weise das „Wort zum Sonntag“ gesagt. Nachdem er schon beim ersten Weltjugendtag in Rio den Jugendlichen zugerufen hat: „Macht Durcheinander“, hat er dann in Krakau verstärkt wiederholt: „Seit Revolutionäre!“ „Macht Unruhe! Macht Krach! Stiftet Chaos! Kommt mit euerm Hintern vom Sofa! Schwimmt gegen den Strom!“ – Wow, das sind Worte, schwerer Auftrag den er den jungen Menschen eingehämmert und mit auf den Weg in alle Welt gegeben hat. Kann man das wirklich umsetzen? Gibt es denn noch eine Chance für die vielen jungen Menschen, die wir in unserer Glaubensgemeinschaft kaum mehr erleben? Sie haben nie erlebt, dass ein Leben mit Gott an der Seite so gut tut. Sie haben nie erfahren, dass Gott auch ihre Sprache spricht und ihre Lieder singt und sie fröhlich und liebevoll anschaut!

„Liebe junge Freunde“, sagt Franziskus dieser Gruppe. „Wir brauchen Euch! Gott ist anders als die meisten glauben! Gott will Euch helfen das Leben zu gestalten – aber kommt selbst in die Gänge! Lasst euch das nicht gefallen, was die Kirche vor Ort euch anbietet! Geht auf die Barrikaden! Fordert euer Recht ein, Gott in eurer Sprache und mit euren Liedern zu feiern! Träumt von einer Welt, die mit euch anders ist! Werft nicht das Handtuch, bevor ihr den Wettkampf angefangen habt!“ Seine Botschaft lautet in Kurzform: „Macht Wirbel!“ „Haut endlich rein!“

Und jetzt sind wir dran! Wir älteren und grauhaarigen Christen.

Geben wir diesen Suchenden Platz! Schaffen wir Ihnen Räume, dass auch sie glauben können! Geben wir überholte Traditionen endlich auf, damit neue, an unsere Kinder angepasste Glaubensangebote möglich sind. Ohne die jungen können wir nicht überleben!

Folgen wir Franziskus, damit unsere Kinder und jungen Familien eine gute Zukunft mit einem erlebten Gott an der Seite haben. Wir sind auf der „Schussfahrt“, aber mit Gottes Hilfe werden wir es schaffen wieder zu wenden. Lasst uns zusammen loswirbeln, Kommunionkinder und junge Erwachsene, Messdiener und Rentner, Mütter und Väter. WIR SCHAFFEN DAS! – Weil wir das wollen!!

Ihnen, Ihren Kindern und Enkelkindern wünsche ich einen gesegneten, unruhigen Sonntag.

Ihr Arthur Springfeld (Diakon)


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