Früschicht 2 Advent 2011 – Weil wir Christen sind, können wir uns einsetzen

Weil wir Christen sind, können wir uns einsetzen

 

Ablauf

 

Eingangslied        Herr, gib uns Mut zum Hören

 

Eröffnung

 

Einführung    Weil wir Christen sind, können wir uns für andere einsetzen. Das hat seinen Grund darin, dass Christen ihr Leben und Handeln an Christus orientieren. Wenn wir uns das Leben Jesu ansehen, so stellen wir schnell fest, dass es ein Leben für andere war. Im ganz großen Zusammenhang lebt und stirbt Jesus für uns und wird für uns auferweckt, so dass wir vom Tod erlöst sind.

Es gibt aber auch die vielen Erzählungen von den kleinen Zusammenhängen, in denen sich Jesus für andere einsetzt und sich damit ernsthaft in Gefahr bringt. Hören wir von einem dieser kleinen Zusammenhänge aus dem Evangelium.

 

Lesung        Mt 12,9-14

Darauf verließ er sie und ging in ihre Synagoge.  Dort saß ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Sie fragten ihn: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen? Sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.  Er antwortete: Wer von euch wird, wenn ihm am Sabbat sein Schaf in eine Grube fällt, es nicht sofort wieder herausziehen?  Und wie viel mehr ist ein Mensch wert als ein Schaf! Darum ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun. Dann sagte er zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und die Hand war wieder ebenso gesund wie die andere. Die Pharisäer aber gingen hinaus und fassten den Beschluss, Jesus umzubringen.

 

Erklärung        In diesem Evangelium geht es um drei Aspekte:

 

1.     Jesus sucht sich nicht eine Situation, in der er etwas Gutes tun kann, sondern er begegnet ihr einfach.

 

2.     Diese spezielle Situation ist allerdings unangenehm. Sie ist in der Synagoge und die Frage der Pharisäer ist heikel. Jesus geht aber der damit verbundenen Herausforderung nicht aus dem Weg. Er zeigt Zivilcourage, wie man heute sagen würde.

 

3.     Seine Entscheidung, was nun zu tun ist, hängt er an ein klares Kriterium: Was nutzt dem Menschen? Ob der Sabbat nun heilig ist oder nicht, der Mensch braucht Hilfe und bekommt sie.

 

 

    Was kann das für uns bedeuten?

 

1.     Wir brauchen in aller Regel nicht lange zu suchen, wo wir uns einsetzen können oder sollen. Es reicht, wenn wir die Augen und die Herzen offen halten für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

 

  1. Es gibt früher wie heute genug Gründe, um nichts zu tun:

Sollen doch die anderen…

Wahrscheinlich ist der da selbst Schuld…

Ich habe gerade keine Zeit…

Wer weiß, wohinein ich da verstrickt werde…

Das alles sind keine Gründe, die für Christen entscheidend sein dürfen.

 

3.     Es gibt die uneindeutigen Fälle, in denen nicht von vornherein klar ist, was zu tun ist. Im Zweifelsfall ist das Kriterium: Was hilft dem Menschen, den ich da gerade vor mir habe?

 

 

Gebet            Menschenfreundlicher Gott,

öffne unsere Augen,

damit wir die Situationen erkennen,

in denen unser Handeln gefragt ist.

Stärke unser Herz,

damit wir den Mut haben,

auch in schwierigen Situationen nicht zu kneifen.

Heilige unsere Hand,

damit wir tun,

was den Menschen zum Leben verhilft.

Darum bitten wir durch Christus,

unseren Freund und Herrn.

 

Aktion    Damit wir in den kommenden Tagen nicht die Situationen verpassen, in denen unser Einsatz gefragt ist, liegen in der Mitte Zettel, auf denen ein Wecker abgebildet ist. Jeder und jede von euch kann sich nun einen nehmen. Steckt diesen Wecker dorthin, wo ihr ihn oft zwischen die Finger bekommt und er euch „weckt“. In den Kalender, die Geldbörse, ein Heft oder Buch…

 

 

 

 

 

            Vater unser

            

            Segen

 

            Lied

Du für mich.        Das bist du, guter Gott.

Du bist der, der da ist

und zwar der, der für mich da ist.

Vater bist Du mir.

Als Vater liebst Du mich

und Du willst es mich spüren lassen,

dass Du mich liebst.

Heute –

Durch die Menschen, die mir begegnen;

Durch die Freude, die Du mir schenkst;

Durch die Aufgabe, die Du mir gibst;

Durch das Leid, das Du mir zutraust;

Durch alles, was mir widerfährt;

Du für mich.

Danke.

 

Ich darf zu Dir kommen,

Wenn ich müde bin;

Wenn ich Angst habe;

Wenn ich nicht weiter weiß;

Wenn ich zweifle.

Wenn ich dich nicht finden kann,

nimmst Du mich an der Hand,

gibst mir Heimat.

Du für mich.

 

Das ist das Geheimnis unseres Glaubens:

Ich muss nicht alles alleine machen,

brauche mich nicht selbst zu erlösen,

kann gelassen sein und frei.

Mit innerer Ruhe kann ich allem entgegensehen,

was da kommen mag.

Du für mich. Danke.

One comment on “Früschicht 2 Advent 2011 – Weil wir Christen sind, können wir uns einsetzen

  1. Mechtild Schültingkemper sagt:

    Ihre Gedanken und Gebete sind sehr ansprechend.Herzlich danke
    ich Ihnen dafür.

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