Friedensgebet 15.12.21 Erinnerungen und der Frieden mit sich selbst

Nachfolgendes Friedensgebet haben mein Enkelkind Teresa und ihre beste Freundin Neele (beide 13) selbst erdacht inclusive alle Texte. Ich bin als Opa wahnsinnig stolz!!

Begrüßung: Herzlich Willkommen zu unserem Friedensgebet mein Name ist Teresa und das ist meine beste Freundin Neele. Unser heutiges Thema ist Erinnerungen und der Frieden mit sich selbst.  Wir beginnen diese Wortgottesfeier im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. 

Nun singen wir das Lied auf S. 470 Strophe 1-3 „Wenn das Brot das wir teilen“.

Lied (470 1-3 Wenn das Brot das wir teilen..)

Gebet N: Erinnerungen, was sind Erinnerungen? Manchmal sind sie gut, doch manchmal auch schlecht. Am liebsten hätten wir doch alle nur die guten Erinnerungen, nicht? Doch auch schlechte Erinnerungen sind gut. Denn man erinnert sich an Sachen, um sie nicht zu vergessen. Aber warum lässt Gott uns an die schlechten Zeiten denken? Ich glaube, dass Gott möchte, dass wir aus schlechten Zeiten/Erlebnissen lernen. Das wir nicht dieselben Fehler nochmal machen und damit wir anderen unsere Erfahrungen mitteilen können. Aus unseren Fehlern lernen, das ist das, was wir alle tun sollen. Für uns, für andere, für Gott und für die ganze Welt. Damit wir Frieden zu uns selbst finden. Amen

Gebet T: Wir sind alle hier, um für den Frieden zu beten, denn Frieden ist eins der wichtigsten Dinge auf der Welt. Wenn ich an Frieden denke, kommen mir die ganzen Katastrophen, Kriege und Krankheiten in den Sinn. Oft vergessen wir uns selbst! Jeder von uns hat Erinnerungen, an die man lieber nicht denken will, weil sie peinlich sind oder zu doll weh tun. Vielleicht einen Freund, den man verloren hat und sich nie richtig ausgesprochen hat. Doch das ist falsch! Jede einzelne Erinnerung hilft uns. Sie ist wichtig und wenn man sie verdrängt, kommt sie wieder, sobald man sich einsam fühlt. Denken Sie mal drüber nach, ob es nicht doch noch jemanden gibt, dem man vergeben kann.

Es gibt auch Erinnerungen, die einen sehr traurig machen. Wenn jemand, der einem nah stand, nun im Himmel ist. Auch diese Erinnerungen gehören nicht weggesperrt, sie müssen aufbewahrt werden und bei Gelegenheit wieder ans Licht kommen. Nur wenn man Frieden mit sich selbst schließt, die Vergangenheit akzeptiert und keine Erinnerungen verdrängt, kann man wirklich glücklich sein!

Lied: (798 Wo Menschen sich vergessen)

Gemeinsamer Text:

T: Zwei Freunde waren in der Kirche und es wurde ein Bibelvers vorgelesen, den sie nicht verstehen:

N: Das Thema der Messe war ja Frieden und Erinnerungen, aber ich frage mich, was der Bibelvers damit zu tun hat?

T: Wie genau war der Bibelvers nochmal? 

N:  Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!

N: Vielleicht, ist damit gemeint, dass man in z.B. Konflikten auch das Gute sehen soll und sich an das Gute erinnern soll, damit man sich am Ende vergeben kann und wieder den nötigen Frieden findet.

T: Das kann gut sein, aber ich glaube, es hat auch damit zu tun, dass man lernen soll abzuschließen mit längst vergangenen Dingen. In dem Vers steht auch, dass der Herr ein Vorbild ist. Also soll man so handeln, wie Gott handeln würde und anstatt darauf zu beharren, dass man Recht hat. Lieber vergeben und Frieden schließen!

T: Wie geht’s den weiter? Vielleicht können wir dann mehr erfahren…

N: Nachdem Vers geht es weiter mit: „Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar!

T: Das bedeutet dann ja das man nicht nur vergeben soll, sondern auch lieben muss um vollkommen zu werden, ohne Liebe gäbe es nur Krieg und Hass. Die Liebe ist also der Weg zum Frieden. In dem zweiten Absatz steht, dass in unserem Herzen der Friede Christi herrschen soll, ich denke das bedeutet, dass niemand von Grund auf böse ist, sondern nur durch schlechte Tatsachen, Einflüsse und Erlebnisse böses tut. Wenn die ganze Welt im Frieden leben würde, gäbe es auch keine schlechten Menschen!

N: Da bin ich deiner Meinung. Es ist wichtig sich selbst und andere zu lieben. Besonders wichtig finde ich, ist es den Leuten auch zu zeigen, dass man sie liebt. Wenn einem Liebe gezeigt wird fühlt es sich warm und herzlich an. Dieses Gefühl ist so schön, dass man es mit der ganzen Welt teilen sollte. Dieses Gefühl Liebe zu spüren, macht einen glücklich und verbessert eigentlich fast jeden Moment und jede Erinnerung.

T: Diese Bibelstelle stammt aus einem Brief von Paulus an die Kolosser. Ich denke es war aber auch eine „Predigt“ an alle Menschen auf der Welt, sodass sie nie vergessen, wie wichtig es ist zu lieben, zu vergeben und Frieden zu schließen, mit jedem und auch mit sich selbst. Zudem ­sollten wir dankbar sein, für das was wir haben und versuchen allen denen es schwer fällt, Frieden mit sich selbst zu schließen, helfen. Denn wenn man jemandem hilft, egal wem, dann ist man glücklich und hat einen erfüllteren Tag.

N: Wenn wir noch einmal zum Thema Liebe kommen, fällt mir noch ein, dass wenn man anderen Leuten Liebe zeigt, sollte man es auch ernst meinen. Es ist zwar schön so etwas zu fühlen, aber es kann auch weh tun, wenn rauskommt dass es nicht ernst war.  So etwas hatten doch bestimmt schon mehrere von Ihnen. Wenn man glücklich ist und dann kommt dieser eine Moment der sich anfühlt, als ob in Ihrem Körper alles explodiert.  Auch wenn dieser Moment doof ist, sollte man immer im Hinterkopf haben, dass das Leben weiter geht. In solchen Moment ist Frieden auch sehr wichtig, denn man sollte Frieden mit sich selber finden und abschließen können.

N: Wir könnten ja mal die Leute fragen, was sie von dem Vers halten und was sie denken, was dieser Vers bedeuten könnte.

T: Gute Idee, fragen wir sie doch mal…

Hier nochmal der Vers: Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! „Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrscht der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar!

 T Lied: (450 Licht in der Nacht) Dies singen wir zweimal

Fürbitten: N Lieber Gott erhöre unsere Bitten:

 1.Wir denken an alle, die keinen Ausweg kennen. Lass sie Frieden mit sich selbst schließen. Gott unser Vater:
Wir bitten dich erhöre uns.

2.Wir gedenken derer, die ihr Hab und Gut zurücklassen müssen und die alles verloren haben wegen Krieg und Katastrophen. Schenke ihnen den Mut mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, damit sie glücklich werden können.
Gott unser Vater:

3.Helfe den Armen und Obdachlosen, die in dieser kalten Jahreszeit einen warmen Schlafplatz und körperliche Nähe suchen. Schenke ihnen Wärme und Licht in dieser Zeit, damit sie in dieser Dunkelheit nicht allein sind.
Gott unser Vater:

4.Gib allen Kindern auf der Welt, die nicht mit ihrer Familie die Adventszeit verbringen können und in alten Erinnerungen verweilen, die Stärke und das Glück dennoch ein glückliches Weihnachtsfest zu verbringen.
Gott unser Vater:

N: Vater unser

 T Lied (796 Herr wir bitten komm und segne uns 1-3)

Segen: Der Herr segne und behüte euch,

              der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei gnädig,

             der Herr hebe sein Angesicht über euch und gebe jedem einzelnen Frieden

 N Schlusslied (453 bewahre uns Gott)

Schluss: Dankeschön, dass Sie heute Abend hier waren um mit uns zu Beten.

Falls Sie einmal einen schlechten Tag hatten, dann nehmen Sie sich doch einmal die Zeit und versuchen sich an tolle Momente zu erinnern und zu Vergeben. Und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!                                

  AMEN

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