STAMMBAUM – Familie Springfeld

STAMMBAUM – Familie Springfeld
Dieses Brett habe ich unter dem Abfallholz
zum Anzünden des Kachelofens gefunden.
Die Struktur ist besonders beeindruckend.
Das ist Eichenholz aus dem Randbereich,
das aber auch quer gemasert ist.
Eingelassen habe ich Murmeln (bei uns
zuhause sagte man Knicker) aus Glas
in zwei Farben.
Das ganze ist ein Stammbaum meiner Familie,
oben meine Frau und ich (Oma und Opa – rot
und blau). Dann unsere vier Kinder, zwei blau,
zwei rot. Darunter unsere acht Enkel,
Fünf mal rot und drei mal blau. Das wars
dann wohl und wir sind grenzenlos dankbar.

TERESA – Erinnerung von Opa

Logo: Mother teresa of Calcutta Center Mutter Teresa hat von 1910 – 1997 gelebt. In 97 habe ich sie noch getroffen.
„Friede beginnt mit einem Lächeln“ Mutter Teresa
Rose als Zeichen der Liebe. „In jedem Kranken, den wir aus den Strassen mitgebracht haben, habe ich das Gesicht Jesu Christi gesehen“

Sieben mal war ich mit Mitgliedern der Familie und mit Freunden in Indien. Immer auch in Calcutta und jedesmal haben wir Mutter Teresa getroffen. Ein bewundernswerte heilige Frau. Unsere Tochter Verena hat auch einige Wochen in ihrer Organisation gearbeitet. Darum heißt eine ihrer Töchter auch TERESA (Enkelkind 4). Für sie habe ich dieses „Kunstwerk“ geschaffen.

„Gott sucht Deine Hände“

„GOTT SUCHT DEINE HÄNDE
Das ist wohl die Kernaussage meines
Glaubens.
Mein Gott will nicht angebetet werden, er braucht
keinen Thron und keine Brokatgewänder. Er will,
dass unsere Hände sein Werk auf Erden vollenden,
zumindest schöner machen. „Du sollst Deinen
Nächsten lieben, wie Dich selbst!“

Aus der schwarzen Tiefe der Nacht, nach leidvollem Tod, heimgegangen zum Vater,
überstrahlt das goldene Licht alle Finsternis. Der rote Körper ohne Hände signalisiert
sein Blut, für uns und für alle vergossen, damit wir das Leben in Fülle haben.

Gott hat auf dieser Erde keine anderen Hände, als unsere Hände um seine Liebe
zu den Menschen zu bringen. Die Liebe, die wir verschenken, wird das Maß sein,
mit dem wir gemessen werden, wenn Gott uns ruft.

Die Hand, mit der wir teilen, wird vom Vater ergriffen um uns an sich zu ziehen.
Die Hand, mit der wir trösten, wird auch unsere Tränen der Schuld abwischen.
Die Hand, die wir zur Versöhnung reichen, wird uns zur Versöhnung entgegen
gestreckt.
Ohne Deine Hände, kann der Himmel die Erde nicht packen.

ENGEL brauchen keine Flügel

  

ENGEL brauchen keine Flügel.
(Wallnussast aus meinem Brennholzhaufen)

Die Stimme hör ich, sachte meist,
ich weiß nicht wie der Sprecher heißt,
doch will ich ihre Nachricht hören,
muss ich oft sorgsam in mich kehren,
muss einen Wall erst überwinden,
und Zugang zu der Botschaft finden.

Keine Frau, kein Mann ist in der Nähe,
niemand da, den ich dann sehe,
doch wird auf einmal deutlich klar,
dass mein Tun nichts Gutes war,
es spricht zu mir und sagt ganz leise,
versuch’s noch mal, werd endlich weise.

So helfen Engel, ohne Drängen,
bewahren mich vor bösen Fängen,
man sieht sie nicht, man hört sie kaum,
doch sie sind da, mit dir im Raum,
auf Flügel wartest du vergebens,
sie helfen nur, Zeit deines Lebens.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde

Dieses wunderschöne Stück Nussbaumholz, auf der linken
Seite geschliffen und den Deckel der Pyxis von meinem Freund
Pastor Waldemar Joachimsky eingefügt,  symbolisiert die
Schaffung der Welt durch unseren Gott.

 

 

 

 

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.…“

Taschenkreuze


Diese Taschenkreuze aus Eiche oder Fichte, aus Kernholz

gedreht und dann gesägt und bearbeitet, habe ich

schon –zig mal verschenkt an Messdiener, Patenkinder,

Enkelkinder. Natürlich habe ich auch eins in der Tasche.

(Die Kreuze sind Priesteransteckkreuze)

Mein Grabstein – meine Frau sagt dazu “Steele!”


Der Baum gilt den Menschen als eindrucksvolles Symbol. Die biblische Geschichte von der Erschaffung der Welt erzählt von allerlei Paradiesbäumen, vom Baum des Lebens und vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Die Bäume stehen für die Schöpfung – für die Schöpfung Gottes in ihrer Schönheit und in ihrer Größe und zugleich in ihrer Sterblichkeit. Die Geschichte des irdischen Lebens ist auch die Geschichte der Vergänglichkeit, der Freude des Leids und der Schuld. Das gilt für die Menschheit und für jeden einzelnen Menschen.

In diesem Schmerz schauen Christen wieder auf einen Baum – auf den Baum der Erlösung, auf das Kreuz Jesu Christi. Durch seinen Tod und seine Auferstehung wurde das Kreuz zum Zeichen unserer Hoffnung, zum Baum des ewigen Lebens.

Gelobt seist du, mein Herr! – durch unseren Bruder, den leiblichen Tod; kein lebender Mensch kann ihm entrinnen. Weh denen, die sterben in tödlichen Sünden. Selig, die der Tod trifft in deinem heiligsten Willen; denn der zweite Tod kann ihnen nichts antun. Lobt und preist meinen Herrn, dankt und dient ihm in großer Demut.

Franz von Assisi

ARTHUR 46 – in Ewigkeit

Einen Grabstein aus Stein möchte ich nicht. Steine werden geworfen. Steine liegen einem im Magen. Steine stehen im Weg. Sorgen und Ängste lasten auf Menschen wie schwere Steine. Darum liebe ich meine Stele aus dem Holz einer Eiche, gewachsen wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg. Elend und Not, Freude und Hoffnung, Sieg und Niederlage hat diese Eiche gesehen und endete zum Lobe des Herrn in der St. Anna Kirche. Fast 200 Jahre hat sie Loblieder gehört, Bittgebete vernommen, die Schreie unzähliger Täuflinge gehört und Eimer voll Tränen gesehen. Mich wird diese Eiche auch überdauern, wie sie Tausende aus St. Anna überdauert hat und am Ende wird ihr Innerstes reichen, nicht nur die Herzen der Menschen zu erwärmen.

Wenn ich im Urlaub war, auch in fernen Ländern, dann habe ich auch immer gerne Friedhöfe besucht. Friedhöfe haben eine besondere Atmosphäre. Oft hohe Bäume, der Wind spielt mit den Blättern. Die Vögel zwitschern ihre Lieder. Es ist ruhig und besinnlich. Der Friedhof ist ein Ort des wirklichen Friedens.

Auf fremden Friedhöfen gewinnt man auch einen Eindruck davon, wie Menschen leben und wie Menschen mit dem Tod umgehen. Die Grabsteine bringen den Glauben, die Hoffnung, die Liebe und auch den Abschiedsschmerz der betroffenen Familien zum Ausdruck. Sie erzählen von Menschen, die gelebt, geliebt, gearbeitet, gelacht, geweint und gelitten haben.

Durch meine Arbeit in der Krankenpflege, als Verantwortlicher für Kliniken, als Diakon in Verl, aber auch durch den Tod von lieben Menschen in der eigenen Familie, bei der Beerdigung meines Freundes Phillip und natürlich auch durch die Vielzahl bedrohlicher Situationen in meinem eigenen Leben war mir der Tod oft ein Begleiter, der mir aber nie wirkliche Angst gemacht hat. Traurigkeit und Schmerz, auch Wehmut und vielleicht Sorge, wegen all der noch unerledigten Dinge, standen eher im Mittelpunkt meines eigenen Denkens, wenn ich die Musik des Jenseits zu hören glaubte.

Das Märchen vom Hirten am Fluss

Ein Hirte saß bei seiner Herde am Ufer des großen Flusses, der am Rand der Welt fließt. Wenn er Zeit hatte und über den Fluss schaute, spielte er auf seiner Flöte. Eines Abends kam der Tod über den Fluss und sagte: „Ich komme, um dich auf die andere Seite mitzunehmen. „Hast du Angst?“ – „Warum Angst?“ fragte der Hirte. „Ich habe immer über den Fluss geschaut, seit ich hier bin. Ich weiß, wie es dort ist.“
Und als der Tod ihm die Hand auf die Schulter legte, stand er auf und fuhr mit ihm über den Fluss, als wäre nichts. Das andere Ufer war ihm nicht fremd, und die Töne seiner Flöte, die der Wind hinübergetragen hatte, waren schon da.

Mein eigener Tod, meine Beerdigung, mein Abschied von all denen die ich lieb habe und besonders auch die Eucharistiefeier zur Verabschiedung für mich von dieser Welt haben oft einen Platz in meinen Gedanken, ohne dass ich wehmütig, depressiv oder auch ängstlich bin. Mein Glaube, der über weite Strecken meines Lebens stabil war, der mir Kraft gegeben hat, ohne dass ich dafür kämpfte, dieser Glaube hat versucht meine Gedanken und mein Tun zu prägen und dabei auch über weite Strecken gewonnen. Inhalt meines Glaubens war stets der Gott, der die Schuld eines jeden Menschen auf sich genommen und dadurch getilgt hat. Darum hatte ich nie – und ich hoffe, das bleibt so – nie den geringsten Zweifel, dass mein Platz nach meinem Tod bei Gott ist und ich alle wieder treffe, die ich auf Erden geliebt habe. (und die Anderen auch – und dann werde ich sie auch lieben!) Darum fiel es mir auch nie schwer in der Kirche, beim Beten und Singen, ein fröhliches Gesicht zu machen. (Scheinbar gibt es doch Gedankenübertragung – nicht Franziskus!!!-)

Ok, ein paar um die Ohren werde ich wohl doch noch kriegen, aber das werde ich abkönnen. (Wer nicht, dann Gott, wird das auch unter Berücksichtigung meiner Würde tun.)

Darum darf man natürlich bei einem Tod traurig sein, die meisten sicherlich, dass Arthur dann gestorben ist, aber ich wünsche jedem, dass er mit mir ohne Angst glauben kann, dass mein Platz im „Himmel“, in den Armen des barmherzigen Vaters, fest zugesagt ist.

Ein alter Freund, Pater Irenäus – auch er wartet schon auf mich – sagte mal in einer schwierigen theologischen Diskussion (unbefleckte Empfängnis) zu mir: „Gott erhalte dir deinen kindlichen Glauben!“ – nur weil das für mich kein Thema war. Ich war zutiefst beleidigt. Heute weiß ich, dass das eher ein neidisches Kompliment war. Mein „kindlicher“ Glaube hält, führt, trägt und stärkt mich, mein Leben mit Gott zu leben. Dafür bin ich zutiefst dankbar. Ich hab das Gefühl, dass unsere Kinder und auch Enkelkinder, auf ihre Art – und das ist gut so – meinen Glauben teilen.

Darum ist neben dem Schmerz des Abschieds meine Freude groß, neben meinen Eltern, Schwiegereltern und Verwandten, auch angeheirateter Weise, meine Freunde und alte Weggefährtinnen und – Gefährten zu treffen.

Dieser bereits angekündigte Grabstein (aus vergänglichem Baum), – wird ja wohl in die Friedhofsordnung passen – stammt aus der Verler St. Anna Kirche und wurde 2014 im Rahmen der Sanierung ausgetauscht. Es handelt sich um ein Stück aus der Dachfette, das ich dann von faulen und schadhaften Stellen befreit habe.

Das Stück Balken wurde um 1795 eingebaut und ist natürlich Eiche.

Wenn man unterstellt, dass der Baum mehr als 100 Jahre alt war, dann hat dieser „Stein“ ne ganze Menge gesehen.

Schön, dass sich bei der Bearbeitung in der Mitte diese Nische gebildet hat. Gleichzeitig ist der Stamm durch einen Riss etwa mittig geteilt.

Die linke Seite habe ich versucht möglichst glatt zu bekommen, während die rechte Seite grob und rau ist. Diese Proportionen kann man geistig durchaus noch verschieben, sollen sie doch meine gute Seite, aber auch meine oft raue und aneckende Schale darstellen.

SHALOM möchte ich jedem zurufen, der mein Grab besucht. Shalom ist mehr als Frieden. Shalom meint auch Unversehrtheit, Heil auch Befreiung von Unheil und Unglück. Vor allem ist Shalom ein Friede, der versöhnt und stärkt, auch im Zusammenhang mit dem Frieden, den Gott den Menschen bringen will, inmitten unserer eigenen Vergänglichkeit und unwichtiger Äußerlichkeiten. Shalom ist auch, wenn der Imam und jüdische Kantor sich beim Friedensgebet und singen von „We shall overcome“ an die Hand nehmen. Danke!

 

 

Unsere vier Kinder waren und sind unser ganzer Stolz, ohne Ausnahme. Gerne haben wir sie begleitet, auch geführt, sie unterstützt und gefördert. Das Kinder ein Segen sind, wurde uns immer wieder deutlich – auch Segen kann manchmal anstrengend sein. Aber ohne unsere Kinder wären wir nicht nur ärmer, sondern auch der Welt würde etwas fehlen – weil alle ihren Beitrag leisten, dass der Ort wo sie sind, schöner, heller und wärmer ist. Danke lieber Gott für unsere Kinder. Unsere Erziehung, ihre Freunde und Umgebung, die Schule und das Leben, haben ihnen einen Schliff gegeben, der schöner nicht sein kann und an dem Menschen sich erfreuen und davon profitieren können. Gottes Liebe zu den Menschen wird auch deutlich in den eigenen Kindern. Und dass unsere Kinder gesund sind, leben dürfen, ihr Leben selbst planen und gestalten dürfen ist ein Geschenk – und das ist verdammt nicht normal – dessen Größe ich nur erahnen und nicht wirklich begreifen kann.

Diese Geschenke wurden größer und reicher durch jedes unserer Enkelkinder. Bis heute 5 wunderbare Mädchen – und ich meine auch die zickigen – , sie wären nicht gesund, würden sie sich alles von Opa oder den Eltern gefallen lassen und ein toller Junge, gut das es den Frederik gibt, geboren. Es muss ja noch nicht das Ende sein. Enkelkinder sind wie Perlen, man könnte für sie alles verkaufen um diesen Schatz zu erleben und zu bestaunen. Es ist so toll, wenn man täglich erleben darf, wie die Werte, die man den eigenen Kindern vermitteln konnte, transformiert durch die Eltern, von den Enkelkindern gelebt werden. Einfach wunderbar – ein Stück göttlich.

Die Liebe hört niemals auf! So hieß es in unserem Trauspruch. So haben wir unsere Ehe geplant und gelebt. Natürlich ist nicht immer Halleluja, nicht immer Himmel auf Erden. Aber gemeinsam haben wir versprochen, nach vorne zu schauen. Wir wollten den Ärger und die Sorgen nicht mitnehmen in die Zukunft. Jeder Tag ist eine Chance, jeder Tag ein neuer Anfang.

 

 

Vielleicht ist deswegen die Rose meine Lieblingsblume. Und ich kenne den Umgang mit meinen Rosen, denn wer die Rose liebt, erträgt auch ihre Dornen. Rosen ohne Dornen – ok Ihr Besserwisser, ich weiß, dass das Stacheln sind – gibt es, aber sie sehen für mich nicht echt aus. Und darum wäre eine Liebe ohne Verwundbarkeit wertlos und langweiliger Alltag.

 

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Franziskus hat mich, meine Ehe und Familie das ganze Leben begleitet – Darum auch sein Heiligenhäuschen auf unserm Grundstück.

Der Herr ist mein Hirte,

nichts wird mir fehlen.

Er lässt mich lagern auf grünen Auen

und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Er stillt mein Verlangen;

er leitet mich auf rechten Pfaden,

treu seinem Namen.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,

ich fürchte kein Unheil;

denn du bist bei mir,

dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch

vor den Augen meiner Feinde.

Du salbst mein Haupt mit Öl,

du füllst mir reichlich den Becher.

Lauter Güte und Huld werden mir folgen

mein Leben lang,

und im Haus des Herrn darf ich wohnen

für lange Zeit. (Psalm 23)

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun.

Er hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen.

Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen.

 

 

Seit meiner Jugend bin ich immer Mitglied bei „Kolping“ gewesen und bin dankbar, dass alle Kinder auch dabei sind. Gerne bin ich jetzt Präses in unserer „Kolpingfamilie“ in der Sürenheide.

 

 

Dieser „Zapfen“ der früher die Balkenlage fest und stabil miteinander verbunden hat, ist mein Glaube der mich trägt und motiviert. Ein bisschen Sorge habe ich, ob er mich auch zusammenhält mit meinem Gott, wenn es mal ganz düster wird. Gerne würde ich bis zum letzten Moment „mein Halleluja“ singen. Ich bin sicher, und ich wünsche mir, dass Ursel dann da ist, dass sie mir dann beim Singen hilft – einfach die Hand halten reicht auch, ist noch schöner als Musik.

 

 

 

ER kann nur „Alles ist gut“ sagen, weil ich mein ganzes Leben geglaubt und gepredigt habe, dass alles gut wird. Dass bedeutet auch, dass wir – niemand – tiefer fallen können als in Gottes Hand, und das wusste ich schon, bevor Margot Kässmann das sagte und von daher in aller Munde war.

 

Und da sind wir automatisch bei einem der letzten Symbole auf meiner Steele. Ist ja eine tolle Note, aber einen definierten Ton, kann man ihr wohl nicht zuordnen, und so war das auch gedacht. Ich bin jetzt schon auf der Rückseite meiner Steele angekommen, man könnte auch sagen im Keller. Wo sollte man seine Leichen verstecken, außer im Keller? Mein Keller ist wahrlich nicht klein, aber ist ziemlich voll, und alle die jetzt auf einen Krimi warten, oder eine Liste, die mit „Confiteor“ beginnt muss ich enttäuschen. Geht doch in Euren eigenen Keller! Jawoll! Das ändert aber nichts daran, dass ich alle meine „Leichen“ mit eigenem Namen kenne. Stolz bin ich auf keine!! Stellvertretend für einige, muss ich wohl zwingend bekennen, dass ich zwar gerne singe, gar nicht so schlecht, wenn auch manchmal zu laut – in vollem Bewusstsein, dass kräftiges Singen aus frohem Herzen wie doppeltes beten ist. Aber den richtigen Ton habe ich in meinem Leben oft nicht getroffen – manchmal sogar total daneben.

Jetzt bin ich ja fast am Ende der Beschreibung meiner Steele angekommen. Hab auch ne Menge über mich geschrieben (das steht nur in der privaten Familienversion!), was manche nicht wussten. Muss ja auch nicht jeder wissen was ich so denke. Vielleicht verstehen meine Kinder und Enkelkinder mich doch ein bisschen besser. Ganz sicher gab es auch Leute, die mich nicht leiden konnten – manche ich auch nicht. Aber das waren eher weniger. Es hat etwas gedauert, aber später – es ist nie zu spät – habe ich für all die gebetet, die ich nicht leiden konnte. Besonders freue ich mich, dass es mir im fortgeschrittenen Alter auch gelungen ist, nicht mehr schlecht über diese Menschen zu reden. Zunehmend ist es mir gelungen gerade für diese Menschen zu beten. Und das geht gut – und das hilft, mir jedenfalls. Überhaupt habe ich mir die Geschichte der „Drei Siebe“ zunehmend zu Eigen gemacht. Aber es kann natürlich trotzdem sein, dass jemand mir nicht vergibt, kann sein, dass mancher mich trotzdem nicht mag und blöd findet, für den gilt neben stehendes Bild des „Herzens“. Er oder Sie können mich von Herzen gern haben. (;)(zwinker!!)

(Die Originalversion der Beschreibung ist ca. 30 Seiten lang und nur für meine Familie)