TERESA – Erinnerung von Opa

Logo: Mother teresa of Calcutta Center Mutter Teresa hat von 1910 – 1997 gelebt. In 97 habe ich sie noch getroffen.
„Friede beginnt mit einem Lächeln“ Mutter Teresa
Rose als Zeichen der Liebe. „In jedem Kranken, den wir aus den Strassen mitgebracht haben, habe ich das Gesicht Jesu Christi gesehen“

Sieben mal war ich mit Mitgliedern der Familie und mit Freunden in Indien. Immer auch in Calcutta und jedesmal haben wir Mutter Teresa getroffen. Ein bewundernswerte heilige Frau. Unsere Tochter Verena hat auch einige Wochen in ihrer Organisation gearbeitet. Darum heißt eine ihrer Töchter auch TERESA. Für sie habe ich dieses „Kunstwerk“ geschaffen.

Friedensgebet St. Marien Kaunitz, 3. Juni 2020 – Corona

Friedensgebet St. Marien Kaunitz, 3. Juni 2020

Begrüßung und Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters. 
Alle: Er hat uns erschaffen. Er hält uns und die ganze Welt in seinen Händen. 
Im Namen des Sohnes. 
Alle: Er ist in unsere Welt gekommen und hat uns mit Gott versöhnt, 
Im Namen des Heiligen Geistes. 
Alle: Er erfüllt uns mit Leben, verbindet uns mit der Gemeinschaft der Christen und stiftet uns zum Frieden mit allen Völkern der Erde an. Amen.

Lieber Gott, die Gebete zu Dir sind in den letzten Wochen lauter geworden.
Mit vielen Menschen auf Deiner Erde suchen auch wir Deine Hilfe.
Einige von uns sind erschöpft vom ständigen Strom schlechter Nachrichten
Einige von uns sind erschöpft von der Anstrengung, bei den vielen Kranken und Toten nicht auszuflippen.
Einige von uns sind erschöpft, weil sie nicht wissen, wie sie die Miete bezahlen sollen.
Einige von uns sind erschöpft von der Anstrengung, Kinder, die zu Hause festsitzen, zu unterhalten, zu erziehen, zu ernähren und zu lieben.
Einige von uns sind erschöpft von den 13-Stunden-Schichten in einem Krankenhaus, das wir nicht mehr wiederkennen, während wir einen Job haben, von dem wir befürchten, dass er uns töten könnte.
Einige von uns gerieten in diese Pandemie mit bereits bestehenden körperlichen und geistigen Erkrankungen, die schon vorher anstrengend waren.
Einige von uns sind von der Einsamkeit erschöpft.
Einige von uns sind erschöpft, weil wir so lange auf einen Neuanfang von Nachfolge warten.
Einige von uns sind erschöpft, weil ihnen der Gottesdienstbesuch in der Gemeinschaft fehlt.
Und einige von uns sind erschöpft von der Anstrengung, dies alles für andere erträglicher zu machen.
Das Leben ist gerade so angespannt und zart.
Ich weiß, dass keinem von uns ein anderer Tag versprochen wird, Gott.
Aber ich bitte um die Kraft nur für den einen, in dem wir uns befinden.
Gib uns heute unsere tägliche Kraft.
Kraft für heute, und wenn du sie über hast, strahlende Hoffnung für morgen. AMEN.

Musik: Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden

Höre die Stille!
Still werden und hören.
Das Beten ist sehr schwer, wenn man nicht weiß, wie man beten soll,
aber wir müssen einander helfen, es zu lernen.
Das Wichtigste ist die Stille.
Menschen, die das Gebet lieben, lieben die Stille.
Wir werden uns nicht in die Gegenwart Gottes versetzen können,
ohne uns zu einer inneren und äußeren Stille zu zwingen.
Deshalb müssen wir uns an eine Stille des Geistes, der Augen und der Zunge gewöhnen.
Gott ist der Freund der Stille.
Wir müssen Gott finden,
wir können ihn aber weder im Lärm noch in der Betriebsamkeit finden.
Seht, wie die Natur, die Bäume, die Blumen, das Gras in einer tiefen Stille wachsen, wie Sterne, Mond und Sonne in der Stille auf- und untergehen.
So – Mutter Teresa von Kalkutta

GLAUBENSBEKENNTNIS

Ich glaube an Gott, den Vater, den Schöpfer dieser Welt, der uns mit seiner Liebe in seinen Händen hält.
Er schuf aus Nichts das Leben, den Menschen als Frau und Mann:
die Krone seiner Schöpfung. Daran glaube ich.
Ich glaube auch an Jesus Christus, der auf die Erde kam,
der Mensch wie wir wurde, und die Sünde auf sich nahm.
Er ist am Kreuz gestorben, für uns: und dann er ist auferstanden. ‚
Ich glaube an den Hl. Geist, den man im Herzen spürt,
der überall zugegen ist, und der uns Gottes Wege führt.
Ich glaube an diesen Hl. Geist!
Ich glaube, dass er meine Vorurteile abbauen kann.
Ich glaube, dass er meine Gewohnheiten ändern kann.
Ich glaube, dass er meine Gleichgültigkeit überwinden kann.
Ich glaube auch, dass er mir Phantasie zur Nächstenliebe geben kann.
Ich glaube, dass er mich vor dem Bösen warnt.
Ich glaube, dass er mir Mut für das Gute geben kann.
Ich glaube, dass er meine Niedergeschlagenheit besiegen kann.
Ich glaube, dass er mir hilft, meine Schwächen zu ertragen.
Ich glaube, dass er mir die Arme stützt für meine Schwestern und Brüder.
Ich glaube, dass er mich verwandeln kann.
Er wird die Welt verwandeln und treibt uns an,
im Sinne Gottes zu handeln.
Ich glaube auch an die Gemeinschaft mit Gott –
als Fundament meines Lebens.
Ich glaube an die Liebe, die eint, was uns trennt.
Und wir werden auferstehen, so wie Christus es getan hat:
Und die Schuld wird uns vergeben. An all das glaube ich. Amen.

Musik: Frieden (Fendrich)

Weniger ist mehr – ein Versuch (Dorothee Sölle)

War geplant, aber nicht genommen – dafür Geschichte: „Das kleine Frieden“ – steht am Ende
„Wir leben das Leben in wachsenden Ringen“ (Rilke)
und werden darin nicht alles vollbringen
was wir uns träumen und wünschen und denken,
doch sind es wir selber, die wir uns lenken.
Wir können Neues ins Auge fassen,
selbst wenn es bedeutet, Geplantes zu lassen.
Manches gelingt zu ganz anderen Zeiten
Wir müssen dazu unseren Horizont weiten
Was einmal nicht wird, das kann neu gelingen,
Wir leben das Leben in wachsenden Ringen.

Manchmal sind wir richtig beschenkt,
– als wären die Schritte heilvoll gelenkt –
wenn aus Schwäche eine Kraft entsteht,
eine Kraft, die wir teilen, weil sie alles durchwebt –
die trägt und segnet und heilvoll belebt …

sie kommt auch in Stille, im Lassen, im Ruh´n,
zuweilen müssen wir dafür gar nichts tun.
Paulus nannte sie Gnade, diese Segenskraft,
weil sie aus dem Nichts alles erschafft.
Sie ist unser Grund – wie eine Hand, die uns hält
und uns ganz neu auf die Füße stellt.

Vielleicht werden nicht alle Pläne gelingen,
wir leben das Leben in wachsenden Ringen
doch: Was nicht ist, das kann noch werden
zum Beispiel der große Frieden auf Erden,
wir brauchen Geduld – und einen Atem ganz lang
wir werden und sind ein Lobgesang,
der die Schöpfung besingt und das Leben,
in Schwächen und Stärken die Güte als Segen.

Die Güte sucht und findet das Gute.
Mit Güte ist uns ganz anders zumute,
Wir können so lernen, mit vielem anders umzugeh’n
und sogar zu unseren Schwächen zu steh’n.
Denn es muss nicht immer alles gelingen
Wir leben das Leben in wachsenden Ringen …

Am Ende ist vielleicht Nichtkönnen eine Stärke
weil wir nicht vertrauen auf unsere Werke,
Leistung und Kraft und Pläne und Ziele,
die sollen sofort – und möglichst ganz viele –
gelingen.
Was ist mit dem Leben in wachsenden Ringen?

Manches braucht Zeit, um kraftvoll zu werden,
wie zum Beispiel der Frieden auf Erden.
Manches muss man auch lassen –
Und etwas neu ins Auge fassen.
Wir brauchen Geduld – und einen Atem ganz lang,
wir werden und sind ein Lobgesang,
der die Schöpfung besingt und das Leben,
in Schwächen und Stärken die Güte als Segen.

Die ganze Schöpfung ist voll Gesang,
das Leben ist ein weiter Klang,
wir sind nur ein Teil von alledem
geschaffen aus Erde, aus einer Handvoll Lehm
wir sind nicht das Ganze, nur ein Teil,
wir sind nicht die Schöpfung und nicht ihr Heil.

Darum gilt es, mit Grenzen zu leben.
Die Schöpfung, sie zeigt, was wird, wenn wir streben
nach Mehr und Weiter und Jetzt und Sofort.
Am Ende ist es, als wäre es Mord.
Weil wir das Lassen nicht lernen wollen
und Grenzen keinen Respekt mehr zollen.
Als wären Bescheidenheit und Begrenzungen kein Ziel,
weil wir in ihnen nicht die Größe sehn,
die es braucht, um zu verstehen:
„Alles“ zu wollen ist einfach zu viel.
Es bewirken Zeit und Raum,
um etwas anderem zu trau’n,
das entsteht, wenn wir lassen und ruhen und ändern
in uns, in Gesellschaft und ganz vielen Ländern,
es klingt ganz einfach und ist doch schwer:
Am Ende ist einfach weniger mehr.

Das gilt auch für das persönliche Leben,
in dem wir oft nach Dingen streben,
die wir wollen und denken, wir müssten sie machen,
es ist wie mit allen anderen Sachen
jetzt und sofort und schnell und mehr
als gäbe es keine Wiederkehr
als lebten wir nicht in wachsenden Kreisen
und müssten es uns selber beweisen,
dass wir alles können und tun,
nur nicht lassen – oder ruh’n.

Wie können wir andere Wege beschreiten
und unseren engen Horizont weiten,
indem wir lassen – und nicht mehr tun,
vielleicht müssen wir dazu mehr im Inneren ruh’n
Es ist auch hier – wie im großen Ganzen
sehr schwer, aus der Reihe zu tanzen
und etwas zu beginnen, was neu ist und schwer:
Am Ende ist einfach weniger mehr.

DAS KLEINE FRIEDEN

Da saß es still und leise. In einer kleinen Ecke. Eigentlich war es hier dunkel doch es selbst verbreitete Licht. Es hat sich hier her verkrochen, weil es einen Schutzraum suchte. Zu viele wollten ihm an den Kragen. Nun saß es hier in der Ecke. Abgehetzt. Unruhig. Gejagt. Das kleine Frieden. Gejagt von den Großen und Lauten. Mal wieder grölten sie und stritten miteinander. Die aggressive Wut mit der hinterhältigen Lüge. Die unbändige Habgier mit dem lieblosen Neid. Das schuldige Nachtragen mit dem trotzigen Stolz. Immer wieder ging es um dieselben Themen: Wer ist größer? Wer hat den meisten Einfluss? Wer kann am besten für das Wohl des einzelnen Menschen sorgen? All dies wurde für das kleine Frieden zu viel. Es verschwand und versteckte sich. Es fühlte sich von ihnen gejagt. Irgendwo auf der Flucht sah es die Zuversicht davonhoppeln. Es kam an der Hoffnung vorbei. Sie lag reglos am Boden. Hier in der dunklen Ecke fühlte sich das Frieden sicher. Hier wollte es bleiben. Bloß nicht mehr zu den anderen. Hier war es weit weg von dem Geschrei. Hier hatte es Ruhe. Vor den anderen und auch vor den Menschen. Hier konnte es sein Friedenslicht in Ruhe flackern lassen, ohne dass es jemand auspusten würde. Hier konnte es in den weichen Boden ein kleines Peace-Zeichen malen. Und auch die weiße Taube entspannte sich. Warum jagte man das Frieden? Es war doch so klein … so zerbrechlich … so unbedeutend …?? Nein, bei diesem Gedanken musste es selbst etwas schmunzeln. Es war zwar klein und zerbrechlich. Das bestimmt. Aber unbedeutend? Das war es auf keinen Fall! Ganz im Gegenteil: Im Grunde schätzen es alle. Im Kleinen, wie im Großen. Eigentlich wollten es alle haben. Und vielleicht war genau das das Problem. Alle wollten das kleine Frieden haben. Es besitzen. Es für die eigenen Zwecke ge- und eventuell sogar missbrauchen. Und das nervte das Frieden sehr. Wenn zwei verschiedene Seiten das kleine Frieden für die persönlichen Interessen beanspruchten, fühlte es sich zerrissen. Es hielt nicht mehr. Es wurde gejagt, weggedrängt und zog sich zurück. Ein kleines Frieden auf der Flucht. Manche sagten sogar, sie würden es irgendwo hinbringen. Sie sagten, „wir bringen euch Frieden.“ Dabei hatten sie das Frieden nicht im Gepäck, sondern politische, wirtschaftliche oder militärische Interessen. Das kleine Frieden hatten sie dabei vertrieben. Andere hatten das Frieden vergessen. Vermutlich war es schon zu lange bei ihnen. Man sprach von 73 Jahren gemeinsam mit dem Frieden. Doch über die Jahre wurde es als selbstverständlich wahrgenommen und nicht mehr mit Leben gefüllt. Es fühlte sich bei ihnen innen hohl. Nicht mehr als eine Hülle. Dabei wollte es doch einfach groß sein. Sich mit der Hoffnung freuen und mit der Versöhnung Feste feiern. Das war doch eigentlich das Ziel des Friedens. Bei ihnen sein. Leben. Frei sein. Es wollte nicht gejagt, erlegt oder benutzt werden. Es wollte nicht in Vergessenheit geraten oder einfach nur hingenommen werden. Es wollte wertgeschätzt werden. Liebevoll umsorgt. So saß das Frieden in der Ecke. Es begann sich umzugucken und war überrascht: Da waren ja noch andere. Die Liebe und die Leidenschaft. Das Vertrauen und das Staunen. Die Vergebung und auch die Würde. Sie alle waren da. Selbst die Hoffnung kam gestützt von dem Mut und der Kraft langsam auf das Frieden zu. Da wollte das Frieden wieder raus aus der Ecke. Hin zu den anderen. „Wir sind mehr“ sagte es sich. Mehr als die Lauten und Großen. Wir haben mehr zu sagen. Mehr zu geben. „Das wird mein Jahr“, sagte sich das Frieden und ging los.

Eine Geschichte zur Jahreslosung 2019 ev. Kirche:
Suche Frieden und jage ihm nach. (Psalm 34,15)

Musik: Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden

Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise
Guter und barmherziger Gott!
In Zeiten von Verunsicherung und Krankheit kommen wir gemeinsam zu dir und werfen alle unsere Sorgen auf dich.
Du schenkst uns neue Zuversicht, wenn uns Misstrauen und Unsicherheit überwältigen.
Du bleibst uns nahe, auch wenn wir Abstand voneinander halten müssen.
Wir sind in deiner Hand geborgen, selbst wenn wir den Halt zu verlieren drohen.

Wir bitten dich:
für alle Menschen, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben und erkrankt sind;
für alle Angehörigen, die in tiefer Sorge sind;
für alle Verstorbenen und für die, die um sie trauern;
für alle, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben und um ihre Existenz fürchten.
Sei ihnen allen nahe, gib ihnen neue Hoffnung und Zuversicht,
den Verstorbenen aber schenke das Leben in deiner Fülle.

Wir bitten dich:
für alle Ärztinnen und Ärzte, für alle Pflegenden in den Kliniken, Heimen und Hospizen;
für alle, die Verantwortung tragen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft;
für alle, die uns Tag für Tag mit dem Lebensnotwendigen versorgen;
für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die den Menschen Gottes Frohe Botschaft zusagen.
Sei auch ihnen nahe und schenke ihnen Kraft, Mut und Zuversicht.

Wir bitten dich:
für die jungen Menschen unter uns, die Kinder und Jugendlichen,
für alle, die um ihre Zukunft fürchten,
für die Familien, die die erzwungene Nähe nicht gewohnt sind,
für alle, die die Betreuung von Kindern und Jugendlichen übernommen haben.
Sei ihnen allen nahe, schenke ihnen Geduld und Weitsicht, Verständnis und Hoffnung.

Wir bitten dich:
für die Menschen weltweit, deren Gesundheit an jedem Tag gefährdet ist,
für alle, die keine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können,
für die Menschen in den Ländern, die noch stärker von der Krankheit betroffen sind.
Sei ihnen allen nahe und schenke ihnen Heilung, Trost und Zuversicht.

Auch bitten wir dich für uns selbst:
Lass uns trotz aller Sorgen den Blick für die anderen nicht verlieren und ihnen beistehen.
Mache uns bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen
und lass uns dazu beitragen, dass andere Menschen nicht gefährdet werden.
Erhalte in uns die Hoffnung auf dich, unseren Gott,
der uns tröstet wie eine liebende Mutter und der sich aller annimmt.
Dir vertrauen wir uns an.
Dich loben und preisen wir, heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.

Wir beten mit der ganzen Christenheit auf Erden: Vater unser…

Gott, an diesem Abend bitten wir dich:
Bleibe du uns nah, auch wenn wir uns weiterhin voneinander fernhalten müssen.
Bleib uns nah, auch im Zweifel. Stille.
Für die Traurigen beten wir um Zeichen, die auch auf Abstand Nähe schenken und Trost.
Für die Fröhlichen beten wir und danken für alle Oster- und Pfingststimmung in diesen Tagen, für allen Humor. Stille.
Wir beten für alle, die Leben schützen und retten. Für den Frieden und das Recht. Stille.
Für die schaukelnden Boote auf offenen Meeren und all die gebeugten Menschen darin.
Führe sie an rettende Ufer. Stille.

Musik: Ein bißchen Frieden (Nicole)

Ich wünsche Euch nicht ein Leben ohne Entbehrung, ein Leben ohne Schmerz, ein Leben ohne Störung. Was solltet Ihr mit einem solchen Leben?

Ich wünsche Euch aber, dass Ihr bewahrt sein möget an Leib und Seele. Dass Euch einer trägt und schützt und Euch durch alles, was Euch geschieht, euerm Ziel entgegenführt.

Dass Ihr unberührt bleiben möget von Trauer, unberührt vom Schicksal anderer Menschen, das wünsche ich Euch nicht. So unbedacht soll man nicht wünschen.

Ich wünsche Euch aber, dass Euch immer wieder etwas berührt, das ich Euch hier nicht recht beschreiben kann.  –    Es heißt Gnade.

Es ist ein altes Wort, aber wer sie erfährt, für den ist sie wie ein Morgenlicht.

Man kann sie nicht wollen und erzwingen, aber wenn sie dich berührt, dann weißt du: Es ist gut. Es ist wirklich gut.

Gott schenke Euch seine Gnade durch seinen Segen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Geht hin, und haltet Frieden!

CORONASONG

CORONA

Bei Tag und Nacht denk ich an Dich CORONA,
seh´ ich ne Frau, glaub ich, sie heißt: CORONA
und wird mir warm, befürcht ich gleich: CORONA
Doch Du bist und bleibst für uns ein blödes Vir.

Bei Tag und Nacht bedrohst du uns CORONA,
du machst mich krank, ich will dich nicht CORONA
und kommst du doch, bekämpf ich dich CORONA
und die Welt wird endlich frei von dir.

CORONA, CORONA, CORONA,
hau ab und sterb endlich bald aus
CORONA, CORONA, CORONA,
wir tun es und bringen dir den Graus.

Du klitzekleines Virchen,
bist ein blödes Tierchen
und keiner will dich haben
o No No No No
o No No No No
Melodie: Marina, Marina (Rocco Granata)
Text: Natürlich Arthur

Ostern 2020 – wie geht das?

Ostern 2020 – wie geht das?

  • aufstehen und DANKE sagen
  • das Fenster öffnen und frische Luft tief einatmen
  • den ersten Menschen, dem ich begegne, freundlich anschauen
  • mit Freude das alte Brötchen essen
  • Musik erklingen lassen, auch im Herzen
  • an die Menschen denken, die ich geliebt habe
  • sich über die Blaumeise am Fenster freuen
  • die dicker werdenden Knospen am Flieder erkennen
  • sich freuen, dass nur die Knie weh tun
  • sich am Sonntag auch über einen ev. Gottesdienst freuen
  • aufkommende düstere Gedanken verjagen
  • jemanden einen Ostergruß schicken
  • den Papstsegen wichtiger nehmen als pünktliches essen
  • einfach sich nur über die Sonne freuen
  • Entscheidungen von Virologen und Politikern zu verstehen suchen
  • mit Freude der Enkelin beim turnen zuschauen
  • Dankbar sein, dass man manchmal glauben kann
  • sich vom Lachen der Kinder anstecken lassen
  • Vögel beim Füttern der Jungen zuschauen
  • keinen Groll auf andere haben
  • zum Leben „Ja“ sagen
  • die Flöte vom anderen Ufer hören
  • versuchen schwierige Menschen zu verstehen
  • nicht Halbwahrheiten weitererzählen
  • täglich einen neuen Anfang machen
  • bei der Predigt eine Zigarette rauchen
  • dem Nachbarn die Brötchen mitbringen
  • dankbar über die Gesundheit sein
  • mit den Kindern und Enkeln telefonieren
  • einfach nur spazieren gehen
  • sich über den helfenden Gottesdienst freuen
  • allein hinten in der Kirche beten
  • in der Sonne ein Geschenk sehen
  • Luft und Zeit zum Danken haben AS

Drei tage bis zum leben!

Drei tage bis zum leben!

Düster, öde, hoffnungslos, stille herrscht im land
angeheftet, durchgeschnitten, das erhoffte band
trübe augen, weiße haut, der anblick so brutal
die zukunft, schwarz und ungewiss,
allein im tiefen tal

Wo ist er denn, was bleibt, wo ist sein ziel
er tat so gut, die worte brachten viel,
sein blick voraus, erkannten alle schnell
nur so und gar nicht anders
wird diese erde hell

Alles ist fort, die höhle selbst ist leer
ein tuch, begreifen, ist das denn so schwer
der Gärtner selbst klärt das geschehen auf
die welt fängt neu zu atmen an
verändert ihren lauf

Wo zwei sich treffen, natürlich bin auch ich
du hörst die Stimme, siehst auch im andern mich
ahnst meine botschaft und erkennst beim brechen
all das was vorher dir bewußt
du kanntest mein versprechen

Dann wird es hell, und zaghaft kommt die sonne
und tief in dir steigt zögernd auch die Wonne
und dann wird wahr, die botschaft seines lebens
das was du tust, auch wenn nur klein
in ewigkeit ist nie vergebens

Die liebe gilt, in wahres leben umzusetzen
nicht endlos mammon hinterher zu hetzen
sein tun wird mein tun, jeden tag
er nimmt die hand, er hält zu dir
egal was immer kommen mag

dann kann aus erde plötzlich himmel werden
sein stern löst knoten in alltäglichen Beschwerden
nur so geht leben, welches leben gibt
er starb für dich, du kannst ihn leicht erkennen
er ist es, der dich liebt. AS

EMMAUS

Ich würde so gerne nach emmaus gehen
mal wieder das licht am ende sehn
dem himmel so nah dann, dem dunkel so fern
erkennen des lebens bestimmender kern
die hoffnung erblicken, die liebe verstehn
mit anderen augen den nächsten sehn
und kraft aufzunehmen in düsterer zeit
das licht zu verschenken, der weg ist nicht weit
die augen zu öffnen, die hände sind auf
mit mir geht doch einer, er nimmt mich in kauf
um liebe zu schenken, der welt und auch mir
er kann gar nicht anders, das ist seine Gier
dann bekommt mein leben des geistes hauch
ich kann dann begeistern, die anderen auch
ich kann täglich spüren, dass emmaus ist nah
denn der herr, er geht mit und ist immer da.

Osterbrief 2020 Kindergarten

  Hallo Kinder!  
 – Ich höre nichts – nochmal: Halllooo Kinder !!!! –
Jetzt habe ich Euch gehört.  
Weil wir uns im Kindergarten nicht zum Gottesdienst treffen
können, wollte ich Euch mit diesem Brief eine Freude machen
und ein schönes Osterfest wünschen.  
Ostern ist mein Lieblingsfest. Nicht wegen der Eier und auch nicht
wegen des Osterhasen.
Ich freue mich über Ostern, weil wir Christen ganz fest glauben,
dass wir alle, wie Jesus nach dem schlimmen Tod am Kreuz, nicht tot
im Grab bleiben, sondern auferstehen und in den Himmel kommen. Aber wo genau der Himmel ist und was da genau los ist,
das weiß ich auch nicht.
Ich freue mich trotzdem – ganz toll!

Vielleicht kann uns die kleine Geschichte von der Raupe Arthur und dem Schmetterling helfen.
In der Ritze eines Baumstammes lag ein winziges kleines Ei. Aus diesem Ei schlüpfte eines Tages eine winzige Raupe. Sie hieß Arthur. Und Arthur hatte großen Hunger und suchte etwas zu fressen. Unter dem Baum gab es Veilchenblätter, die schmeckten der Raupe Arthur besonders lecker. Überhaupt hatte Arthur nur eines im Sinn: fressen, fressen und nochmals fressen. Eines Tages war die Raupe Arthur ganz groß und dick geworden. Sie spuckte nun ganz feine Fäden aus, band sich an einem Ast fest und wickelte sich rundum in eine Hülle ein, wie in eine Decke. Aber dann passierte etwas ganz Tolles unter dieser Decke! Darunter verwandelte sich nämlich die Raupe Arthur. Von außen konnte man nichts sehen. Aber eines Tages im Frühling, als es warm wurde, platzte die Hülle auf, und heraus kam ein zarter wunderschöner Schmetterling. Unser Schmetterling, der vorher die Raupe Arthur war, flog nun von einer Blüte zur anderen. Die leere Hülle aber fiel bald vom Ast ab.

Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, feiern wir Ostern ein schönes Fest. Es gibt ein paar kleine Geschenke, wie Ostereier oder Schokoladen Hasen. Wenn man jemanden trifft, sagt man „Frohe Ostern!“, oder man schickt sich eine Postkarte, oder ruft seine Freunde an.

Wichtig ist auch, dass man mit Gott spricht, ihm erzählt, dass man sich freut über Ostern.

Wenn wir im Kindergarten zusammen beten und das Kreuzzeichen machen, sagen wir immer gemeinsam:
         GOTT – HAT – MICH – LIEB!
Und weil Gott uns liebhat, schenkt er uns den Himmel. Aber erst mal leben wir hier auf der Erde und versuchen uns gegenseitig zu helfen, vertragen uns schnell wieder und versuchen, auch anderen eine Freude zu machen.
Vielleicht macht es Euch auch Freude, wenn Ihr den Schmetterling schön bunt malt und dann an die Wand hängt. Ich freue mich auch, wenn der Kindergarten bald wieder aufmachen kann. Dann treffen wir uns wieder und können gemeinsam singen und beten.

Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Zeit und ein
GESEGNETES OSTERFEST
Gott beschütze Euch und Eure ganze Familie
Arthur Springfeld (Diakon)

OSTERN findet statt! 2020

OSTERN findet statt! (Hompage der Pfarrgemeinde St. Anna Verl)

„Frohlocket, ihr Chöre der Engel, …… !„ Über 30 mal habe ich das in der Osternacht schon gesungen, manchmal ist mir dabei fast die Luft ausgegangen. Dieses Jahr wird das nichts, denn die Gottesdienste in der Kirche fallen zu Ostern aus. Und dabei könnte ich dieses Jahr das „Exsultet“ aus besonders frohem Herzen singen. Natürlich ist das „Sch……“, was in diesen Tagen um uns herum passiert. Gruselig, wenn Angehörige keinen Abschied nehmen können, nicht mehr beim Sterben der Lieben deren Hand halten. Kein dankendes, kein versöhnendes Wort mehr austauschen können ist schlimm. Und die vielen Existenzen, die bedroht sind, furchtbar. Kein Kindergarten, keine Freunde treffen, keine Schule – ok, das können die meisten Schüler aushalten, für die Abiturienten ist es eher schwierig. Viele Menschen gibt es, die wahrscheinlich ihren Job verlieren, mit allem, was da dranhängt. Und so viel Perspektivlosigkeit.
Warum ich trotzdem „Frohlocken“ möchte?
Es gibt für mich so viele Gründe. Ich lebe noch!
In unserer Großfamilie ist bisher niemand betroffen.
Klopapier und Mehl haben wir genug, auch ohne hamstern.
Wenn um 19.30 Uhr der Wecker klingelt und meine Frau und ich, und wer von der Familie dazu kommt, gemeinsam beten und dabei die vielen Katastrophen in den Blick nehmen. Neuerdings gibt es bei uns eine „Familienrudelgruppe“ bei WhatsApp. Über 20 Geschwister, Partner, Nichten und Neffen gehören dazu. Nie war unsere Familie so eng verbunden.
Und dann – keine Caritastermine für meine Frau, keine Gottesdienstvorbereitung oder Predigtplanung, keine Hochzeitstermine oder Taufgespräche, obwohl wir das eigentlich gerne machen.
Mein Garten sieht endlich mal wieder (fast) super aus.
Täglich telefonieren wir mit andern Freunden und Bekannten.
Ok, und das Wetter passt auch.
Das Christentum gibt es seit über 2.000 Jahren. Wahrscheinlich ist bei Pest und Pocken auch schon mal der Ostergottesdienst ausgefallen. Wir können heute wenigstens die Messe aus Wien oder den Gottesdienst in der evangelischen Kirche im TV sehen und hören. Großartige Menschen, denen man da begegnet.
Einverstanden, wenn es einen selbst, oder jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis erwischt, wird’s doch ganz schön düster, das tut sehr weh. Aber hat es andere nicht noch bösartiger getroffen? Im Mittelmeer, in den Lagern in Griechenland, der Türkei oder Syrien? Oder in den Ruinen von Kundus, oder den Slums von Calcutta?
Den Virus werden wir besiegen – keine Frage. Das schaffen wir! Aber besiegen wir auch unsern Egoismus und unsere Gier?
Können wir es schaffen, diese Hilfsbereitschaft, diese Nächstenliebe, diese Nähe zur Familie und zu Freunden zu bewahren? Oder wird der Vorrat an Klopapier die Messlatte bleiben?
Die Welt und das Miteinander werden sich nach der Krise bleibend verändern, aber ich hoffe, dass ich dennoch noch oft mein „Frohlocket“ singen kann.
Mit Gott an der Seite, und seinen Vorgaben im Herzen und im Tun, wird alles gut.
Ihnen und allen für die Sie beten, an die Sie denken, die Sie mögen (den andern auch), Ihrer ganzen Familie, wünsche ich ein gesegnetes Osterfest.
Denn der Herr ist immer da, denn er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja – Frohlocket!
Ihr Arthur Springfeld (Diakon)

Osterbrief 2020 an Pfarrgemeinde aufstehen-auferstehen

aufstehen – auferstehen  
einmal mehr aufrecht
 als am boden zu liegen
einmal mehr die angst besiegen  
einmal mehr hoffen
 als enttäuscht werden
einmal mehr vertrauen wagen  
einmal mehr verzeihen
 als schuld zu erahnen
einmal mehr lächeln aus liebe  
einmal mehr heimkommen
 als von sich fortgehen
einmal mehr stolz überwinden  
einmal mehr lachen über sich
 als weinen über das leben
einmal mehr von vorn beginnen  
einmal mehr danken
 als fremden reichtum zu beklagen
einmal mehr die augen zu öffnen. AS
 

Christus ist auferstanden, damit wir auferstehen!

Liebe Mitchristen unserer St. Judas Thaddäus Gemeinde!
und Mitchristen aus anderen Gemeinden!

Ganz schön schwierig diese letzten Wochen vor Ostern und wie und wann es wieder normal weitergeht, ist noch unsicher. Unser Bruder und Heiland Jesus Christus hat auch viel Leid ertragen und ist als Sieger zum Vater heim-gekehrt. Darum wollen auch wir uns nicht unterkriegen lassen und voller Hoffnung nach vorne schauen. Christus ist unser Vorbild und unser Ziel.
Im Gebet bleiben wir untereinander verbunden und unser Patron, Judas Thaddäus – zuständig für besonders schwierige Situationen, wird diesen Weg mit uns gemeinsam gehen. Die Menschen damals jubelten mit Palmzweigen. Unser Lob und unseren Dank können wir im gemeinsamen Gebet, verbunden als Pfarrgemeinde, abends um 19.30 Uhr, wenn die Glocken erklingen und zu jeder anderen Zeit vor unseren Gott bringen.
Pastor Korsus und ich, Arthur Springfeld, wünschen Ihnen/Euch
ein gesegnetes Osterfest
und das Spüren von Gottes Nähe, auch in schwierigen Zeiten.
OSTERN 2020