Mutter des Herrn

Das ist meine erste Muttergottes die ich aus einem
alten Eichenpfahl vom Hof meiner Oma geschnitzt
habe. Das muss ca. 1975 gewesen sein.
Niemand kann behaupten, dass er weiß, wie die
Muttergottes ausgesehen hat.
Ich glaube, so, wie ich sie geschnitzt habe. 🙂

Er hält die ganze Welt ….

He’s got the whole world in His hands
He’s got the whole wide world in His hands
He’s got the whole world in His hands
He’s got the whole world in His hands

He’s got the little bitty baby in His hands
He’s got the little bitty baby in His hands
He’s got the little bitty baby in His hands
He’s got the whole world in His hands


He’s got you and me brother in His hands
He’s got you and me sister in His hands
He’s got you and me brother in His hands
He’s got the whole world in His hands

He’s got everybody here in His hands
He’s got everybody here in His hands
He’s got everybody here in His hands
He’s got the whole world in His hands

Hörst Du die Melodie ?

2021

Ein Hirte saß bei seiner Herde am Ufer des großen Flusses, der am Rand der Welt fließt. Wenn er Zeit hatte und über den Fluss schaute, spielte er auf seiner Flöte. Eines Abends kam der Tod über den Fluss und sagte: „Ich komme, um dich auf die andere Seite mitzunehmen. “Hast du Angst?“ – „Warum Angst?“ fragte der Hirte. „Ich habe immer über den Fluss geschaut, seit ich hier bin. Ich weiß, wie es dort ist.“
Und als der Tod ihm die Hand auf die Schulter legte, stand er auf und fuhr mit ihm über den Fluss, als wäre nichts. Das andere Ufer war ihm nicht fremd, und die Töne seiner Flöte, die der Wind hinübergetragen hatte, waren schon da.

O Danny Boy, the pipes, the pipes are calling
From glen to glen and down the mountainside
The summer’s gone and all the roses falling
‚Tis you, ‚tis you must go and I must bide

But come ye back when summer’s in the meadow
Or all the valley’s hushed and white with snow
‚Tis I’ll be here in sunshine or in shadow
O Danny Boy, O Danny Boy, I love you so

When winter’s come and all the flow’rs are dying
And I am dead, as dead I well may be
You’ll come and find the place where I am lying
And kneel and say an „Ave“ there for me

But I shall hear, though soft you tread above me
And all my grave shall warmer, sweeter be
And you will bend and tell me that you love me
And I shall sleep in peace until you come to me

O Danny Boy, the stream flows cool and slowly
And pipes still call and echo ‚cross the glen
Your broken mother sighs and feels so lonely
For you have not returned to smile again

So if you’ve died and crossed the stream before us
We pray that angels met you on the shore
And you’ll look down, and gently you’ll implore us
To live so we may see your smiling face once more
Once more

Das ist ein Song, den ich mir zu meiner Beerdigung wünsche.

29.Sonn. B -50 Jahre Diakon

29. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr B (Mk 10,42-45)

DANKE Bringfried, dass ich an diesem deinem Festtag heute hier die Predigt halten darf!
Lieber Bringfried mit Bärbel, liebe Stukenbrocker, (Kinder?) liebe Mitbeter hier in St. Johannes Baptist!

Der französische Bischof Jacques Gaillot – ein Rebell unter den Bischöfen, ein Bischof, der auch laut seine Meinung sagt – hat gesagt: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts!“.

Unsere Kirche dient der Menschheit in dreifacher Weise:
– Indem sie die Frohe Botschaft Gottes immer neu verkündet, damit die Menschen daraus
  Hoffnung schöpfen können.
– Indem sie das Lob Gottes lebendig hält, und Gottesdienst feiert, bald hoffentlich auch in einer
  Sprache, die Jugendliche und Kinder auch verstehen.
– Und unsere Kirche dient der Menschheit, indem sie sich der Armen, der Schwachen und
  Notleidenden annimmt, einmal direkt, aber besonders durch eine Vielzahl ihrer Mitglieder.

Das Lebensmotto der heutigen Zeit scheint aber bei vielen oft zu sein:
„Wer oben ist“ – hat es geschafft. „Wer unten ist“ – ist arm dran.
Und jetzt kommt Jesus, wenn er sagt: „Bei Euch soll es aber nicht so sein!“
OK – alle verstanden? Das ist seine Botschaft:
Nur der ist, aus Jesu Sicht – auf dem Weg nach oben, der dient, der seine Begabungen und Möglichkeiten, sein Essen und sein Geld mit denen teilt, die nicht so viel davon haben.
Ein guter Christ in der Nachfolge Jesu ist der, der nach „unten“ abgibt.

Und das ist das Thema des heutigen Evangeliums und auch des besonderen Festtags, den wir heute hier feiern:
Der Diakon, oder eigentlich müsste man sagen, der: „Erzdiakon“ Bringfried Schubert“, ein „Urgestein“ unter allen Diakonen, der 1971, heute vor 50 Jahren im Paderborner Dom von Kardinal Lorenz Jäger mit 14 anderen Männern zu den ersten Diakonen unserer Diözese geweiht wurde.

15 Männer, die den Ernst des Satzes: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts!“, erkannt hatten und in der Nachfolge vieler bekannter Diakone und Diakoninnen in unserer frühen Kirchengeschichte, Jesu Christi Botschaft des Dienens, leben und umsetzen wollten.

Und jetzt kommt der zweitwichtigste Satz: Ohne die vorhandenen Ehefrauen und Familien läuft nichts! – ok, das war immer schon so, wenn man verheiratet war, aber bei uns Diakonen ist das in besonderer Weise gegeben, denn nur der gemeinsam getragene und gelebte Glaube, gibt die Kraft, diesen auch zu leben und weiterzugeben, bis an die Ränder unserer Gesellschaft.

Eigentlich wollte und müsste Bringfried natürlich heute im Paderborner Dom dieses Jubiläum verdienterweise mitfeiern, aber das Alter und die Gesundheit setzen einem manchmal auch Grenzen.
Wobei „Prunk, Brokat, Weihrauch und Lobeshymnen“ passen nicht wirklich zu unserem Auftrag.
 
Als Bringfried neulich wiederholt im Krankenhaus lag und ich ihn besuchte, kam gerade auch die Ärztin zur Visite. Sie fragte mich nach meiner fachmännischen Beurteilung: „Was halten sie denn jetzt so von ihm?“ und als ich sagte: “Sein Mund funktioniert schon wieder zu 120%“, stimmte sie mir mit einem Lächeln sofort zu.
Aber diesen Mund, – Bringfried würde sagen: meine „schlesische Schnauze“ -, hat Bringfried auf vielfältigste Art genutzt, sein Lehrerwissen an die Schüler zu vermitteln, und als Diakon Gottes Botschaft weiterzusagen.

Bringfried hat auch mein Leben und das meiner Frau und Familie mitgeprägt als er schon in den frühen 70er Jahren, die Ehevorbereitung im Dekanat neu aufstellte und organisierte.

Natürlich war er in Stukenbrock, unter den frühen Fittichen Pfarrer Peters und später Wolfgang Braun, originär eingesetzt, aber es war seine Stärke, uns Diakone im Diakonenrat zu vertreten und sein Talent und sein Wissen und seine Erfahrungen auch in vielen nachfolgenden Ausbildungskursen weiterzugeben.
Als ehemaliger Ossi aus Eisleben, war es Bringfried ein Herzensanliegen, dass nach der Wende Paderborn und Magdeburg eine Partnerschaft eingingen.
Diese habe wir auch als Diakone lange Zeit mit Hilfe und Leben gefüllt.

Ich glaube nicht, dass du Bringfried, dir alle Taufen, Beerdigungen und Trauungen, Andachten, Predigten und Krankenkommunionen aufgeschrieben hast – sicher auch nicht nötig, denn die vielen Menschen, denen du begegnet bist, werden dieses in bester Erinnerung behalten.

Mir steht es heute auch nicht zu und es entspricht auch nicht unserem diakonalen Auftrag, hier Lobeshymnen zu verbreiten über einen Mann der 100% Einsatz gebracht hat. Bei manchem Lob ist Bärbel sicher auch anderer Meinung – jetzt bist Du dran Bärbel! 😊
Ich glaube, die Stukenbrocker wissen, welche Verdienste sich Diakon Bringfried Schubert, als Lehrer, aber auch für unseren gemeinsamen Glauben, für Jesu Botschaft und für unsern gemeinsamen Auftrag als Christen, erworben hat.

Aber der Auftrag, den wir Diakone vom Bischof erhalten haben, gilt auch für jeden anderen Christen, auch in Stukenbrock und in Verl – in der ganzen Welt.
Christliches Leben, ist zunächst einmal das ganz persönliche Lebenszeugnis der Menschen, die Jesus nachfolgen wollen.
Das sind Menschen, die die Liebe leben.
Die sich für Arme, für Kranke, für Flüchtlinge einsetzen.
Die den Reichtum, in dem wir alle leben – man muss nur mal aufmerksam in die Welt schauen – die diesen Reichtum auch teilen und nicht nur den Überfluss.
Christliches Leben, reicht die Hand immer wieder zur Versöhnung, wenn es sein muss, jeden Tag. Christliches Leben öffnet die Hände, die Augen und Ohren, für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

OK – Diakone stehen manchmal auch in der vorderen Reihe, bei einer Trauung oder Taufe, aber ohne die Familie, die uns trägt und die den Glauben mit uns lebt, ohne die Gemeinde, die einen annimmt, können wir unsern Dienst weder leisten und vor allem, nicht aushalten.

Das wichtigste Zeugnis, das Jesus von uns erwartet, ist die liebende Gemeinschaft.
Nur gemeinsam können wir bezeugen, dass der Lebensstil Jesu wirklich in der Lage ist, eine Gesellschaft zu erneuern und geschwisterliche, solidarische Beziehungen zu schaffen.

Bringfried hat mit seiner Familie und seiner Johannes Baptist Gemeinde hier, nicht nur viel bewegt – nicht nur hier und in der ganzen Diözese, er hat auch für die Zukunft der Diakone in Deutschland ein Fundament gelebt und erarbeitet, auf dem man gut weiter bauen kann und muss.
Danke Bärbel, danke Bringfried!

Aber eins hast Du nicht geschafft Bringfried, aber dazu braucht es vielleicht noch mehr des Heiligen Geistes in unserer Kirche und vielleicht eines Machtwortes von unserm Gott, denn:
ER,
Der HERR schuf Menschen erst aus Ton,
die Krönung kam – der DIAKON,
die Welt wird wirklich erst gewinnen,
schafft ER auch bald DIAKON – innen.

Halleluja – Amen.

25. Sonntag B 2021 – Wir haben die Wahl!

25. Sonntag – Predigt B 2021 – Wir haben die Wahl!

Liebe Sürenheider, liebe Mitchristen!

Was ist eigentlich los, wenn Elvan Korkmaz und Ralf Brinkhaus morgens gemeinsam vom Laternenpfahl in mein Wohnzimmer grüßen? Jawohl. Es ist Wahlkampf.
Die Straßen sind voller Bilder und Verheißungen, als wären wir auf einem Pilgerweg.
Manches ist hohl, nichtssagend, vieles klingt aber auch religiös besetzt, als würden wir einen Bischof wählen.
Auch das Lächeln der Bewerber ähnelt oft dem der Mutter Maria oder des heiligen Ignatius auf einem Andachtsbild.
Was wollen die von uns – oder auch für sich, was sollen wir glauben, wem können wir Vertrauen schenken?

Wer die Wahl hat – hat die Qual! Wir Wählerinnen und Wähler – wir sind im Moment noch eine stark umworbene Gruppe. Es gibt Kugelschreiber, Luftballons, Papier in Mengen und Lutscher für die Kleinsten und – natürlich Versprechungen ohne Ende.
Wählen zu dürfen und wählen zu gehen, ist ein gutes Gefühl und dafür bin ich sehr dankbar.
Ihr wählt sicher gleich nach dem Gottesdienst, oder habt gestern oder vielleicht per Briefwahl gewählt.
Bundesweit kann man aus über 40 Parteien einen Menschen aussuchen!
Da spüre ich: Ich bin frei. Ich kann entscheiden! Das ist Demokratie! Ich darf mitbestimmen!

OK – Aber wer die Wahl hat, hat manchmal auch die Qual.
Wir sollen entscheiden, wie es in unserer Stadt, in unserem Land zugehen soll in den nächsten vier Jahren. Und auch, wie wir miteinander umgehen.
Männer mit Frauen – Deutsche mit Ausländern.
Auch wie die Religionen zukünftig miteinander umgehen, kann ein Ergebnis der Wahl sein.
Auch, ob mehrheitlich Friede auf der Welt bleibt, kann das Ergebnis sein.

Die verschiedenen christlichen Konfessionen und Kirchen haben auch mit den muslimischen Gläubigen und anderen Glaubensgeschwistern mehrheitlich einen offenen, ehrlichen und hilfreichen Umgang miteinander gefunden.
Das ist ein hohes Gut – eine gute Wahl!

Ja, wir Christen haben die Wahl. Wir können durch unseren Glauben ein Beispiel geben, dass andere ansteckt und ihnen Lust macht mit uns zu singen und zu beten – wir können aber auch unsere Freude verweigern und unerlöst vor uns hinblicken.

Wir Christen haben die Wahl.
Wir können eine Kirche schaffen, die der Zukunft unserer Kinder eine Chance gibt, die Lust macht auf Frohe Botschaft – oder wir zementieren die alten Traditionen mit Worten und Gesten, die nur die Alten verstehen.

Wir Christen haben die Wahl. Wir können uns für die Pfarrgemeinderatswahl im November als begeisterte Christen aufstellen lassen und helfen mit, neue Formen unseres Glaubenslebens zu entdecken und zu gestalten – oder wir warten ab, wie andere unsere Glaubenszukunft gestalten.

Wir haben täglich und tausendfach die Wahl
und damit auch Verantwortung für das Land und Verantwortung für den Menschen neben und mit mir – und sie haben es alle verstanden – diese Verantwortung lässt uns als Christen eigentlich keine Wahl!

Schauen wir doch mal auf Jesus. Auf wen den sonst? Er hat es doch vorgemacht!
Er selbst wählte immer wieder, und nie – nie – Nie wählte er den einfachen Weg!

Wollten die Jünger Jesus mit dem Schwert verteidigen, sagte er:
„Nein! Steck das Schwert weg. Keine Gewalt! Niemand soll in meinem Namen Gewalt erleiden. Gewalt darf nie das Mittel der Wahl sein. Ein friedlicher Weg ist immer möglich. Lieber leide ich selber. Dafür wähle ich sogar eher den eigenen Tod.“

Wir als Christen tragen eine große Verantwortung, müssen wieder neu lernen, selbstbewusst und offensiv und öffentlich für unsere friedvolle, helfende und zukunftstragende und zutiefst frohmachende Glaubensüberzeugung einzustehen – und sie auch leben!

Wir können wählen, ob wir uns in dieser Stadt, in diesem unserem Land im Geist des guten Miteinanders begegnen. Wir können die Worte wählen, mit denen wir unsere Meinung sagen – Und wählen wir sie behutsam und liebevoll.

Wir können wählen, einander liebevoll zu zuhören, versuchen zu verstehen, was der andere sagen will, was ihn bedrückt oder erfreut.

Wir haben die Wahl
als überaus reiche Kirche – als Institution und als Menschen – unseren Reichtum für die Menschen einzusetzen, denen das Wasser bis zum Hals steht, für die, die keine Tränen mehr haben, für die, denen das Dach über dem Kopf explodiert und die hilflos neben den sterbenden Kindern stehen oder – wir können in vergängliche Werte investieren.

Wir haben die Wahl
alte und längst überholte Gewohnheiten, Rituale und Sprachen aufzubrechen und mit dem Menschenfreund Jesus Neuland zu betreten. Und wir werden es spüren: Wir werden ein Vielfaches gewinnen für uns und unsere Kinder, oder – eine Kapelle im pastoralen Raum wird in wenigen Jahren reichen.

Wir haben die Wahl
eine Stadt, ein Land, eine Erde zu erträumen und zu schaffen, wo sich die Menschen freundlich begegnen, einander wertschätzen und unterstützen, wo alle Konfessionen und Religionen miteinander den einen Gott und den Nächsten ehren und einander helfen- .

Wir haben die Wahl
den Menschen, – Jugendlichen und Kindern,- die uns schon verloren scheinen, einen Raum zu geben, der auch Ihnen die Frohe Botschaft erzählt.

Das alles ist möglich.     Mit Gottes Kraft.      Wenn wir auf IHN hören.

Schließlich haben wir einen Herrn und Meister, unsern Freund und Bruder Jesus Christus, der uns sagt:
„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“

Und jetzt kommt die alles entscheidende Frage:

„Nehmen Sie die Wahl an?“

Du sollst nicht ehebrechen!“ Predigt 27.Sonntag B, 3.10.21

Du sollst nicht ehebrechen!“ Predigt 27.Sonntag B, 3.10.21

Na? Wie ging es Ihnen denn eben als ich das Evangelium vorgelesen habe. Als es um die Erlaubnis zum Entlassen aus der Ehe ging?
Schon mal dran gedacht?

Einfach ist das mit unseren Frauen …. – sorry, das hatte ich durchgestrichen. Einfach ist das mit uns Männern ja auch nicht immer.
Mir ging es nicht wirklich gut dabei, als ich die Predigt für heute vorbereitet habe. So viele Familien gingen mir dabei durch den Kopf.
Lieblosigkeit, Fremdgehen, Streit, Alkohol, Gewalt.

Die schlimme Tragik so mancher Familiengeschichte, die ich kenne und Sie könnten das Fass sicher vollmachen, verbietet es mir über jemanden zu urteilen, der sein JA-Wort aus irgendeinem Grund nicht aushalten oder durchhalten konnte.

Ich möchte an diesem Sonntag darüber sprechen, welchen Wert es für Sie, oder für mich, ja sogar für die Welt haben kann, wenn Menschen zu ihrem Eheversprechen stehen.
Wenn sie bei allem Schönen und Erfreulichen, und trotz aller Gefahren, aller Hürden, aller Sorgen und Ängste den Lebensweg gemeinsam gehen.
Wenn sie einander treu bleiben, trotz aller Verlockungen, die alle mal erleben.

Treue – vielleicht ganz schön schwer in unserer Zeit, in der fast jede zweite Ehe geschieden wird. Und ich meine normale, bodenständige Ehen – nicht die aus Gala, Bunte oder Brigitte.

Ich kenne viele Paare, selbst noch bei der Taufe ihrer Kinder, die sehr vorsichtig geworden sind mit dem Treueversprechen auf Ewig.     
Lieber noch eine Option offenhalten?

Trotzdem ist so ein Verhalten unmenschlich, den anderen, oder die andere in der Unsicherheit zu lassen, ohne tiefes Vertrauen in die Beziehung, ohne sichere gemeinsame Zukunft.

Machen sie doch mal die Augen zu, vielleicht auch heute später zu Hause mal und denken sie an den wunderbaren Augenblick, in dem zwei Menschen sich das erste Mal tief in die Augen schauen, dann zunächst erst mal Freunde werden.

Und diese Freundschaft wächst dann zu einem guten, vertrauensvollen Verhältnis.
Welch ein Geschenk, was ist das für eine Freude!
Sollte das nicht besiegelt werden? Fest geschrieben auch mit Gottes Segen?

Ich könnte die bekannten Seligpreisungen hier noch erweitern.
Selig sind die, die der Treue eines Menschen sicher sind.
Selig sind die, die sich der Treue Gottes dazu sicher sind.

Und diese Treue, die sich die Menschen von Gott gewünscht, ja erbetet haben, diese Treue hat unser Gott immer wieder auch in unser Leben gebracht, er hat sich an sein Versprechen gehalten, gestern, heute und bis in Ewigkeit.

Es wird für viele Eheleute große Mühe gekostet haben, immer wieder aufeinander zuzugehen, immer wieder neu zu beginnen – und das sehr oft.
Es ist nicht leicht, den anderen um Verzeihung zu bitten, und das zum x-ten Mal.
Aber wie schön ist das denn!
Wenn wir uns dann immer wieder in die Arme nehmen, wir dürfen dann auch zusammen weinen und dann mit neuer Freude, die Treue wieder neu starten – und das auch aus Verantwortung für den anderen, vielleicht für die gemeinsamen Kinder – ja für ein gemeinsames Leben.

Die Treue der Menschen zueinander und die Treue Gottes zu uns, haben ihre Bewährungszeiten nicht in den schönen und glücklichen Stunden.
Die Treue wackelt in der Krise.
Dann zeigt sich erst, wie man zueinandersteht, ob das Versprechen belastbar ist, ob es wirklich ernst gemeint ist.

Gott hat es uns gezeigt, immer wieder und viele Eheleute zeigen sich das beispielhaft auch.

Da denke ich an viele Menschen, die die goldene Hochzeit feierten, oder sogar die Diamantene.
Neulich habe ich an einem Tag die Kommunion zu einem Ehepaar gebracht, die an dem Tag 70 Jahre verheiratet waren. Und wenn man sie so anschaute, konnte man ahnen, nein – vielleicht sogar sehen, dass aus zweien EINS geworden war.
Ein zutiefst betroffenes Beispiel für mich.        Danke!
So etwas schafft nur echte Liebe, die beide miteinander verbindet und Gott in ihrem Leben einen entscheidenden Platz gegeben hat.

Jesu deutliche Ansage, seine klare Kante zur Ehescheidung, lässt sich nicht schönreden, das ist schon ein echter Stachel, der weh tun kann. Da zeigt sich auch, dass unser Glaube nicht einfach „Wellness“ ist, nicht zum „Nulltarif“ zu bekommen ist.
Jesus fährt an dieser Stelle mit uns Menschen keinen Kuschelkurs – nein – er sagt knallhart:
Das ist alles nur, weil ihr so hartherzig seid!“
Hartherzig ist, wer sich blenden lässt, wer andere am eigenen Schönheits- oder Jugendideal misst – aber selbst lange nicht mehr in den Spiegel geschaut hat.
Lieben heißt auch – mit dem anderen alt zu werden. Nicht die Falten, die fehlenden Haare oder auch nicht die Bauchringe zu zählen.

Den Splitter im Auge des anderen ist leicht zu entdecken, aber selbst in den Spiegel schauen, könnte da Hilfe bringen.

Ein russisches Sprichwort sagt:
Fährst du zur See – so bete einmal.
Ziehst du in den Krieg – so bete zweimal.
Beginnst du eine Ehe – so bete dreimal.

Ich bin sicher, dass das auch heute noch ein heilsames Rezept in der Ehe sein kann, dass Eheleute miteinander – man kann sich an die Hand nehmen – das geht auch im Bett – und dann gemeinsam für das Gelingen ihrer Ehe beten.
Mein Papa sagte uns immer: Geht nie ins Bett, ohne euch wieder zu vertragen. Danke Papa!

Aber das wir sollten auch wissen:
Unser Gott ist mit seiner Treue näher und liebender bei uns, als manche Kirchengesetze und Bestimmungen, die den Menschen sehr weh tun, da wo ein gemeinsames Leben mit dem Partner nicht mehr möglich ist und die Kirche uns die zweite Chance nicht gibt.
Gott gibt sie uns, jeden Tag, jeden Tag und immer wieder!

Danke an alle für ihre gelebte Treue – zueinander – zu Gott – und auch zu unserer Gemeinde hier.

Amen – so soll es sein!

FRIEDENSGEBET 15.09.2021 – Frieden – wie geht das?

FRIEDENSGEBET St. Marien Kaunitz 15.09.2021 – Frieden – wie geht das?

LIED: Wellermann – Nathan Evens (abspielen)

Frieden – wie geht das? Das soll uns heute beschäftigen.
Damit Ihr das nicht vergesst, schon mal die Friedenstaube zum Anschauen! (verteilen – Picassotaube)

Wir beten um den Frieden auf der Welt seit nunmehr 20 Jahren, als wir nach 9/11 uns nach der Kirche vor St. Anna trafen und uns vornehmen so lange zu beten, bis das Gemetzel und Elend aufhört.
Und – was haben wir bewirkt?      Überall Frieden?     Kein Streit mehr in den Familien?
Keine Kinder wohnen mehr im Schlamm, weil die Raketen die Häuser zerstört haben?
Keine Eltern weinen mehr, weil die Söhne und Töchter gefallen sind?
Alles gut geworden nun? Eher nicht – die Zahl der Betroffenen nimmt zu.
Aber eins stimmt bestimmt – der Gott des Friedens hat in unserer Gemeinschaft einen festen Platz gefunden.
Und darum lasst uns auch in seinem Namen diesen Gottesdienst, der auch ein Dienst an uns ist, beginnen: Im Namen des Vaters ………….

Aber – wie geht nun Frieden? Was muss ich tun? Was kann ich tun?

Wann immer ich – zumindest alleine – zuhause bin, läuft bei uns das Radio. Seit Monaten höre ich ungefähr 3-5 mal am Tag: The Wellermann come.
Schon nach dem zweiten Takt denke ich – Aha Wellermann – schon wieder. Und trotzdem höre ich es immer wieder gerne. Im Takt stampfe ich leicht mit den Füßen, habe schon zig mal den Text nachgeschaut und wieder vergessen. Wellermann ist ein Versorgungsschiff für die Seeleute, die oft wochenlang unterwegs sind und Zucker, Tee und Rum bringt.
Ich finde den Song einfach toll – ein richtiger Ohrwurm.

Ohrwurm – das ist das Stichwort, warum ich das Lied ausgesucht habe. Das kann man sofort erkennen, zuerst nur mitsummen oder stampfen – ein richtiger Hit.
2 Takte nur und man weiß Bescheid.

Leute – Und das ist die Lösung – so fängt Frieden an.
Wenn unser gelebter Glaube, nicht der, den wir in Gottesdiensten oft runterplappern, nein wenn das, was wir im Alltag tun, wenn das als Hit rüberkommt – ja, zu Ohrwurm wird.
Schon wieder die Christen mit ihrer Hilfsbereitschaft.
Schon wieder die Christen, die teilen und abgeben.
Schon wieder die Christen, die als erste die Hand zur Versöhnung reichen.
Schon wieder die Christen, die auch Nichtdeutschen helfen.
Schon wieder die Christen, die nicht alles blöde Gequatsche nachplappern, wo andere schlecht bei wegkommen.

Wir wissen alle:
Wir werden die Taliban aus Verl nicht stoppen.
Wir werden die Raketen über Israel nicht abfangen.
Wir werden in Eritrea, in Kolumbien, in Mali oder sonst wo kein Schwert und keine Kugel aufhalten können.

Wenn unser Gebet das bewirken könnte, dann wollte ich unsern Gott nicht mehr.
Einen Gott, der Flüchtlinge zu tausenden absaufen und Millionen Kinder verhungern lässt, brauche ich nicht.
Der junge Mütter sterben und Kinder verunglücken lässt. Das ist nicht mein Gott.
NEIN – Frieden fängt hier an. Gottes Botschaft meint uns. Frieden muss hier, in mir drin anfangen. – im Herzen und im Kopf.
Bei uns. In jedem von uns.

Ist unser Beten dann hier nur reines Alibi, damit wir gut nach außen dastehen?
Damit die Leute sagen, schon wieder diese Truppe, die sich jeden Mittwoch trifft.

Nicht nur mich, sondern auch euch würde bestimmt interessieren, was unser jahrelanges Beten, mit schönen Liedern, großartigen Texten, herrlicher Atmosphäre, denn bei uns bewegt und verändert hat.
In jedem von uns. Bei unserm Denken, unserm Leben im Alltag, bei Begegnungen mit andern oder auch in der Familie. Hat das Beten hier was bewirkt, oder hätten wir lieber in der Zeit die Küche aufräumen oder die Füße hochkegen sollen?
Hören wir noch einmal kurz rein, (The Wellermann) und dann komme ich zu Euch, um zu fragen, was unser Friedensgebet bei Euch bewirkt hat. (gehe mit dem Mikrofon zu den Mitbetenden)

Das waren tief gehende, beeindruckende Antworten, die wir gehört haben.
Das muss aber weiter gehen, wir dürfen nicht aufhören, diesen Weg des Friedens zu beschreiten. Die Menschen sollen an uns erkennen, dass es einen Gott gibt, der will, dass die Menschen sich lieben, miteinander teilen und füreinander da sind. Es gibt noch viel zu tun.

Hören wir Worte aus der Heiligen Schrift:
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.
Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir,
sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin.
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.                    Johannes 14,23-

LIED: 216 1+3, Im Frieden Dein, oh Herre mein

Lasst uns nun gemeinsam beten, ganz langsam. Lasst uns bedenken, was Jesus uns in seinem Gebet zum Vater sagen und lehren will, damit diese seine Welt schöner und besser wird:
VATER UNSER IM HIMMEL, ……

LIED: 456 1-4 Herr, Du bist mein Leben, ……….

Lasst uns zum Abschluss um Gottes Segen bitten:
Barmherziger Gott, du hast die vielen Völker durch gemeinsamen Ursprung miteinander verbunden und willst, dass sie eine Menschheitsfamilie bilden. Die Güter der Erde hast du für alle bereitgestellt.
Segne die leidenden Menschen auf der ganzen Welt. Gib ihnen Kraft, ihre Situation zu meistern und lass sie Hilfe von uns und von anderen erfahren.
Segne die Mächtigen der Kriegs- und Konfliktparteien, dass sie Wege finden, die Gerechtigkeit und Versöhnung wirken.
Segne alle Menschen, dass sie einander achten und lieben und dem Verlangen ihrer Brüder
und Schwestern nach Gerechtigkeit und Fortschritt entgegenkommen.
Segne alle Menschen, ihre Talente und Möglichkeiten recht zu entfalten. Dass wir Trennungen nach ethnischen, nationalen, religiösen oder sozialen Gruppen überwinden, damit in der menschlichen Gesellschaft Recht, Gerechtigkeit und Friede herrschen.
Segne die Familien, dass keine Kinder aufgegeben werden, dass Schuld vergeben und die Hand zur Versöhnung immer wieder gereicht wird.
Segne uns, dass wir die Kraft haben unseren Glauben auch im Alltag zu leben und so Deine Liebe allen Menschen deutlich machen

Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
komme auf uns herab, schenke uns Frieden und Versöhnung und bleibe bei uns allezeit. A: Amen.

Geht und werdet zu Ohrwürmern für Liebe, Versöhnung und Frieden.

Und auf die Taube schreibt doch mal zuhause hintendrauf, was ihr Euch so als nächstes vornehmt und besser machen wollt.

Lasst uns nun noch mal unsern Gott besingen, er oder sie, die uns Kraft geben uns zu ändern und Wege des Friedens zu beschreiten.

He’s got the whole world in His hands
He’s got the whole wide world in His hands
He’s got the whole world in His hands
He’s got the whole world in His hands…

Er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand
Er hält die Mutter und die Tochter in seiner Hand
Er hält den Sohn und den Vater in seiner Hand
Gott hält die Welt in seiner Han

Er hält auch dich und mich, Schwester, in seiner Hand
Er hält auch dich und mich, Bruder, in seiner Hand
Er hält uns alle hier in seiner Hand
Gott hält die Welt in seiner Han

Er hält die Erde und den Himmel in seiner Hand
Er hält die Nacht und den Tag in seiner Hand
Er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand
Gott hält die Welt in seiner Han

Er hält die Vögel und die Fische in seiner Hand
Er hält den Wind und den Regen in seiner Hand
Er hält den Frühling und den Herbst in seiner Hand
Gott hält die Welt in seiner Han

Er hält die Jungen und die Alten in seiner Hand
Er hält die Reichen und die Armen in seiner Hand
Er hält alle Menschen in seiner Hand
Gott hält die Welt in seiner Hand
Gott hält die Welt in seiner Hand

DANKE GOTT!

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TAUFE BENJAMIN

TAUFE BENJAMIN

Am 28. August durfte ich mein 8. Enkelkind taufen. DANKE!

Zum ersten Mal in meiner 35 jährigen Zeit als Diakon, war es eine „Ökumenische“ Taufe. Sehr schön mit einem evangelischen Pfarrer aus WInnigstedt. Vieles lief nach Lutherischem Ritual, aber die eigentliche Taufe habe ich gespendet. Nachfolgend meine Taufansprache.

(Es gilt das gesprochene Wort)

Liebe Sara und lieber Christoph, mit Leonore und Johanna.
Liebe Antonia und liebe Beate, als Paten. Liebe Großeltern, liebe Freunde und Bekannte.

Dass die Taufe ein Zeichen ist, ich denke, das wissen wir alle.
Und dass sie mit Wasser geschieht, auch.
Die Taufe, so könnte man eigentlich sagen, ist ein Wasserzeichen.
Wasserzeichen gibt es nachgewiesenermaßen seit 1282 und auch heute noch finden wir auf Banknoten und auf besserem Schreibpapier solche Wasserzeichen.
Auf ein Blatt Papier kann viel geschrieben werden:
Gescheites und Dummes,
Böses und Gutes,
Wichtiges und Nebensächliches.
Auf einem Blatt Papier kann radiert werden, durchgestrichen, Neues geschrieben, alles Mögliche.

Ein Blatt Papier kann zum Schluss sehr schön aussehen, oder ziemlich chaotisch.
Was nicht zerstört werden kann, ist das Wasserzeichen in dem Papier.
Normalerweise sehen wir es gar nicht.
Und ein Wasserzeichen kann niemand ändern oder wegradieren.
Wie ein Blatt Papier ist auch ein Mensch.
Am Anfang ist er noch unbeschrieben, aber im Laufe seines Lebens wird jeder Mensch zu einem beschriebenen Blatt, denn viele schreiben darauf:
Eltern, Geschwister, Paten, Lehrer, Pfarrer, Diakone, Bekannte, Freunde – wer weiß, wer noch alles auf diesem Blatt schreiben wird.

Manches von dem, mit dem wir beschrieben sind, radieren wir aus, wenn wir es können.
Manches – und das sind meistens die schönen Abschnitte, die schönen Strecken in unserem Leben – unterstreichen wir, und manch anderes streichen wir weg.
Manches schreiben wir weiter.
Doch beschriebene Blätter sind wir – jeder von uns.

Beschrieben mit dem, was unsere Eltern und Paten uns ans Herz legten.
Beschrieben mit dem, was unsere Lehrer und Pastöre, Vorgesetze und Wissenschaftler uns lehrten.
Beschrieben mit dem, was die Leute sagen und die Literatur uns anbietet.

Und dieses beschriebene Blatt Papier, das wir sind: Es trägt seit dem Tag unserer Taufe ein Wasserzeichen.
Das allerwichtigste kommt also gleich am Anfang des Lebens von Benjamin.
Und im Wasserzeichen von diesem hübschen Jungen ist nun – heute auch schriftlich – folgendes zu lesen:
Du gehörst zu Gott. Er wird Dich begleiten. immer!

In Benjamins Taufspruch heißt es:
Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst deine Hand über mir

Benjamin: Gott liebt Dich und hat Dich angenommen. Du bist in Gottes Hand und von seiner Liebe wird Dich nichts und niemand trennen – bis zur letzten Stunde. Niemals – egal was passiert!

Meistens sieht man das Wasserzeichen Gottes beim Menschen ja nicht gleich auf dem ersten Blick.
Aber wenn wir im Lichte Gottes stehen, wenn wir seine Liebe leben und weitergeben, dann kann man dieses Wasserzeichen sehen – ja sogar spüren.
Und selbst dann, wenn es dämmrig oder gar dunkel um uns wird, ist das Wasserzeichen der Liebe Gottes zu uns da.
Und ihr hier, liebe Taufgemeinde: Was auch immer geschrieben, radiert und durchgestrichen oder auch unterstrichen wird auf dem Blatt unseres Lebens:
Das Wichtigste bleibt unveränderlich stehen:  Dass wir Gott gehören.
Das Gott uns annimmt und nichts und niemand uns von ihm und seiner Liebe trennen kann.
Und weil wir das glauben dürfen, deswegen werden wir gleich Benjamin im Namen des Drei-einigen Gottes taufen.

Im Lied „Halte zu mir guter Gott“ wird das Vertrauen in unseren Gott in besonders schönen Worten deutlich, wir werden es jetzt mal singen – erst nur Strophe 1, da heißt es:
Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.
 
Bei der Taufe eines Kindes sollen wir – jeder von uns – uns wieder neu bewusst machen, dass Glaube lebendig sein soll, zum Ausdruck kommen soll, sich bemerkbar machen soll in unserem Alltag und Leben, vor allem durch Freude und Dank. Und das nicht nur im Stillen, im Inneren, mit geneigtem Haupt, sondern auch nach außen hin.

Und das Lied geht weiter:
Du bist jederzeit bei mir; wo ich geh und steh, spür ich, wenn ich leise bin, dich in meiner Näh.
Meine Freude, meinen Dank, alles sag ich dir. Du hältst zu mir, guter Gott, spür ich tief in mir.

Benjamin ist erst am Anfang seines Lebensweges.
Und über seinem Lebensweg steht als Überschrift sein Taufspruch mit seiner starken Aussagekraft:
„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

Gott möge euch allen als freundlicher Lebensbegleiter zur Seite stehen. Er möge euer Denken und Tun Kraft geben, seine Botschaft zu leben.
Und unserm Kleinsten hier – dem Benjamin – wünsche ich alles nur denkbare Gute und Gottes reichen Segen in allem was er tut.

Dieses Tauferinnerungsbild (In manibus tuis – von Walter Habdank), das ich vor allem für die Kinder ausgedruckt habe, möge jeden von Euch auch Euern Auftrag deutlich machen, durch das Wasserzeichen, das hinten aufgklebt ist (ein 5 Euroschein). Vielleicht werdet ihr euch bei jedem Schein, den ihr ausgebt, an Benjamins Taufe erinnern. Und das Originalbild (von Habdank persönlich gekauft und unserer Familie gewidmet), das seit vielen Jahren bei uns im Wohnzimmer hängt, ist hiermit dem Benjamin als Erbe versprochen.

In manibus tuis«



Möge Gott immer bei uns allen sein, und dass wir in schönen und in schlechten Zeiten seine schützende Hand spüren können. Amen.

SOLO DIOS – BASTA!

SOLO DIOS – BASTA!

GOTT allein genügt!

Teresa von Ávila (1515 -1582) war Karmelitin sowie Mystikerin. In der katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt.
Ihre Schriften und Zitate erden unseren Glauben und bringen die Notwendigkeiten des Betens und des Tuns in unserm Alltag auf den Punkt.